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Bad Oeynhausen sucht Wohnungen für Flüchtlinge

Bad Oeynhausen -

Bad Oeynhausen sucht Wohnungen für Flüchtlinge

Foto: Christian Althoff und Lena Timmerberg vom Team Asyl betreuen die Wohnungssuche für Flüchtlinge.

Auch wenn die Zahl der zugewiesenen Flüchtlinge gegenüber dem Jahr 2015 deutlich zurückgegangen ist, benötigt die Stadt Bad Oeynhausen weiterhin privaten Wohnraum für Flüchtlinge. „Wir wollen an unserem Prinzip festhalten, die Menschen dezentral im gesamten Stadtgebiet unterzubringen“, sagt Bürgermeister Achim Wilmsmeier.

In Bad Oeynhausen gebe es mit diesem Prinzip jahrelange gute Erfahrungen. In den kommenden Jahren rechnet die Stadt mit bis zu 200 neuen Flüchtlingen jährlich. „Durch diese Art der Unterbringung leisten wir einen ersten wichtigen Schritt der Integration der Menschen, die zu uns kommen. Als Nachbarn von Bürgerinnen und Bürgern unserer Stadt fällt es ihnen leichter, bei uns anzukommen.“

Derzeit leben rund 1000 Flüchtlinge im Stadtgebiet. Mehr als zwei Drittel von ihnen leben in Wohnungen über die Stadt verteilt. Die Unterkunftskosten werden von der Stadt Bad Oeynhausen bezahlt. Die maximalen Mieten je nach Größe der Wohnungen richten sich nach dem Mietspiegel für den Kreis Minden-Lübbecke. Der Richtwert für eine Fünf-Personen-Wohnung in Bad Oeynhausen liegt beispielsweise bei rund 640 Euro.

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„In Einzelfällen kann die Miete aber auch etwas höher liegen“, sagt Christian Althoff vom Team Asyl „zum Beispiel, wenn ein Haus energetisch saniert ist und einen hohen Energiespar-Standard verfügt.“ Den Mehrausgaben bei der Miete würden dann entsprechende Einsparungen bei den Heizkosten gegenüberstehen. Christian Althoff ist mit den Mitarbeitern des Team Asyl für die Betreuung der Flüchtlinge in Bad Oeynhausen zuständig. „Derzeit brauchen wir vor allem Wohnungen für größere Familien mit fünf Personen oder mehr“, sagt Althoff und ergänzt: „Diese Menschen werden von unseren Sozialarbeiterinnen betreut und darauf vorbereitet, selbständig zu Leben.“

Auch nach einem Umzug wird die Betreuung fortgesetzt. Die Sozialarbeiterinnen stehen auch dann als Ansprechpartner für die Flüchtlinge und die Vermieter zur Verfügung. Im vergangenen Jahr hat die Stadt Bad Oeynhausen insgesamt 298 Personen in 101 Wohnungen oder Häuser vermittelt. Christian Althoff spricht von einer großen Resonanz auf den Aufruf des Bürgermeisters. Innerhalb kürzester Zeit gab es mehr als 100 Miet-Angebote „Wegen der großen Zahl konnten wir nicht auf alle Angebote eingehen, unter anderem weil die Mieten über den Grenzwerten gelegen hätten.“ Der Bedarf an Wohnungen sei weiterhin da.

Weitere Fragen, zum Beispiel zu den konkreten Mieten und Vertragsdetails beantwortet Christian Althoff vom Team Asyl im Rathaus II (05731 14-4502 oder c.althoff@badoeynhausen.de).

(Text und Foto: Stadt Bad Oeynhausen)

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