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Konzertlesung BUEN VIVIR - vom Recht auf ein gutes Leben

Minden -

20171008-hallo-minden-welthaus

„Sumak Kawsay“, auch bekannt als „Buen Vivir“, ist eine Lebensanschauung der indigenen Andenvölker, die in den letzten Jahren vermehrt internationale Aufmerksamkeit erregt. „Buen Vivir“ zielt nicht nur auf ein Leben im Einklang mit der Natur und allen Geschöpfen, es bedeutet auch konkret eine neue „Ethik der Entwicklung“, es fordert ein soziales und solidarisches Wirtschaften und eine Abkehr von Wirtschaftswachstum als zentralem Entwicklungskriterium.

Do., 12.10.17 um 18.00 Uhr - Kulturzentrum BÜZ, Johanniskirchhof

Der Ökonom und ehemalige Energieminister Ecuadors Alberto Acosta hat sich zum Ziel gesetzt, dieses Konzept publik zu machen und weltweit für eine Veränderung des Lebensstils einzutreten. Als Präsident der verfassungsgebenden Versammlung war er maßgeblich daran beteiligt, dass die Grundsätze des „Buen Vivir“ als Staatsziel in die Verfassung Ecuadors aufgenommen wurden. Kurz danach folgte Bolivien diesem Vorbild.
Um die Diskussion über das „Buen Vivir“ auch im deutschsprachigen Raum anzuregen und zu befeuern, präsentiert die lateinamerikanische Musikgruppe Grupo Sal gemeinsam mit Alberto Acosta ein Programm, das einen informativen, aber auch künstlerischen Zugang zu der Frage nach einem Guten Zusammenleben ermöglicht.

Do., 12.10.17 um 18.00 Uhr

Wie funktioniert „Buen Vivir“? Welche Perspektiven sind damit verbunden? Gibt es Möglichkeiten, dieses indigene Konzept auch in unsere westliche Lebenswelt einzubinden?
Im Dialog mit dem Journalisten und Lateinamerikaexperten Thomas Pampuch werden die Aussagen und Visionen Alberto Acostas vertieft. Im Anschluss bietet Acosta Interessierten die Möglichkeit, Fragen zu stellen und bietet gemeinsam mit den beteiligten Mindener Gruppen Gelegenheit zur Diskussion auf Augenhöhe.

Grupo Sal begleitet und ergänzt die Ausführungen durch eine Fülle von Beispielen der lateinamerikanischen Musik, um die „neuen Töne aus Lateinamerika“ musikalisch erfahrbar zu machen. Im Zusammenspiel der leidenschaftlichen Intensität der lateinamerikanischen Musik und der politischen und gesellschaftlichen Visionen Acostas bietet die Veranstaltung Denkanstöße und macht Lust, über die Weiterentwicklung unserer Gesellschaft in einer globalisierten und bedrohten Welt zu diskutieren. Dafür hat der Veranstalter Welthaus Minden bereits im Vorfeld Vernetzungstreffen aller Mindener Gruppen, die sich dieser Thematik annehmen, organisiert. Bereits eine Stunde vor Beginn der Veranstaltung – also bereits um 18.00 Uhr können sich Interessierte einen Markt der Alternativen im hinteren Kirchenschiff des Kulturzentrum BÜZ anschauen und sich mit den Akteuren unterhalten. Auch wenn die Veranstaltung am Donnerstag, den 12.10. gegen 22.00 Uhr zu Ende geht, wird die Diskussion im bestehenden Mindener Netzwerk weitergehen. Dieser Abend ist die zentrale Veranstaltung der Mindener Nachhaltigkeitswoche, deren Schirmherr Bürgermeister Michael Jäcke ist. Denn für die Mitarbeiter_innen des Welthauses Minden sind auch Themen wie Menschenrechte von indigener Bevölkerung, Landraub, Postwachstum, Klimawandel und fairer Handel Bestandteile einer dringend notwendigen Diskussion über die 17 Ziele für eine nachhaltige Weltentwicklung, die die internationale Staatengemeinschaft (UN) gemeinsam bereits im Jahr 2017 beschlossen haben. „Diese Agenda 2030 gilt es herunterzubrechen und zu schauen, welche Maßnahmen vor Ort möglich sind, die Welt ein kleines Stückchen gerechter zu machen.“ sagt Katja Sonntag vom Welthaus und „die Mindener Gruppen können konkrete Anregungen geben, was ich persönlich und im Kleinen tun kann“.

Veranstaltungsort: Kulturzentrum BÜZ, Johanniskirchhof
Eintritt: 10 € / 5 € (ermäßigt)
18.00 Uhr : Einlass und Markt der Alternativen / Möglichkeiten im hinteren Kirchenschiff des BÜZ
19.00 Uhr : Beginn
Vorverkauf : Welthaus Minden, Kulturzentrum BÜZ, Express Ticket Service, Bücherwurm
Achtung begrenzter Kartenverkauf!

Die Konzertlesung wird organisiert und veranstaltet vom Welthaus Minden und gefördert vom Klima-Bündnis, der Stiftung Umwelt und Entwicklung, Engagement Global und dem evangelischen kirchlichen Entwicklungsdienst.

aktive Mindener Gruppen an Infoständen: Attac, Gruppe Gemeinwohlökonomie & ethischer Welthandel, Verdi, BUND (Moorhus/NABU), GreenFairPlanet, ev. Kirchenkreis (mit Handy-Sammelaktion), Solawi (mit ein bisschen Gemüse), Amnesty International, Integrationsbeauftragte der Stadt Minden, Kolpingsfamilie, Café der Kulturen, Weltladen ...

(Text und Fotos: Welthaus Minden)

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