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Polizei zerschlägt Betrügerbande

Bad Oeynhausen -

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Die Polizeibehörden im Kreis Minden-Lübbecke, Hannover und Ludwigshafen am Rhein (Rheinland-Pfalz) haben eine Bande von mutmaßlichen Betrügern zerschlagen. Der Kopf der Kriminellen, eine 31-jährige Frau aus Hannover, hat sich vor kurzem der Justiz gestellt. Nach ihr wurde seit längerem bundesweit per Haftbefehl gefahndet. Die Bande hatte über einen Zeitraum von gut eineinhalb Jahren einen älteren Mann aus Bad Oeynhausen (Kreis Minden-Lübbecke) um einen sechsstelligen Eurobetrag erleichtert.

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Im vergangenen Jahr meldete sich auf eine Verkaufsanzeige des verwitweten Bad Oeynhauseners die 31-Jährige bei ihrem späteren Opfer. Ihm gaukelte die Frau unter Nennung eines falschen Namens und Herkunft vor, dass sie nicht nur an einer geschäftlichen Beziehung interessiert sei. Bei ersten persönlichen Kontakten erschlich sich die Frau das Vertrauen des gutsituierten Seniors. Doch diese Treffen fanden schnell ein Ende. Fortan tauschten sich beide nur noch am Telefon aus. So dauerte es nicht lange, und sie bat den Mann um Geld. Dabei ging es immer wieder um mehrere Tausend Euro, welche sie für verschiedenste Anschaffungen, wie Kleidung, Schmuck oder ein Auto, benötigen würde.

Der Bad Oeynhausener wollte das Geld allerdings nicht verschenken, sondern glaubte sich durch den Abschluss eines Art "Darlehnsvertrags" einschließlich einer Rückzahlungsverpflichtung abgesichert. Sein Geld sah er jedoch nie wieder. Abgeholt wurden die Beträge an der Haustür des Seniors durch diverse Boten.

Als der Rentner sich schließlich der Polizei offenbarte, gelang es heimischen Zivilfahndern im Oktober eine Geldbotin festzunehmen. Wie sich später herausstellte, handelte es sich dabei um die 14-jährige Tochter der 31-Jährigen. Weitere Ermittlungen brachten die wahre Identität der Frau zum Vorschein. Daraufhin erging gegen die in Hannover ansässige Frau ein Haftbefehl wegen des Vorwurfs des schweren Bandenbetrugs. Noch vor einer Wohnungsdurchsuchung in Hannover tauchte die samt Ehemann jedoch unter. Ihre Spur verfolgten die Ermittler bis nach Ludwigshafen. Als die dortigen Fahnder wenig später bei einer weiteren Durchsuchungsaktion zuschlagen wollten, konnte die Gesuchte erneut verschwinden. Ermittlungen ergaben, dass sie sich zurück nach Hannover begeben hatte. Hier stellte sie sich schließlich in Begleitung ihrer Anwältin vor knapp zwei Wochen den niedersächsischen Behörden. Da die Frau ein Geständnis ablegte, wurde der Haftbefehl gegen sie unter Auflagen außer Vollzug gesetzt.

Polizei und Justiz ist die Frau bereits einschlägig bekannt. Derzeit steht die 31-Jährige unter Bewährung, da sie mit der gleichen Betrugsmasche in Hannover ein Opfer um 75.000 Euro betrog. Ermittler und Staatsanwaltschaft gehen davon aus, dass die jüngste Tat nun eine mehrjährige Haftstrafe für die Frau nach sich ziehen wird.

(Text und Symbolfoto: Polizei)

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