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Wiehengebirge erhält UNESCO-Auszeichnung

Kreis Minden-Lübbecke -

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Heute wurde es bei der UNESCO-Vollversammlung in Paris offiziell: Die UNESCO führt erstmals seit rund 40 Jahren nach den Welterbestätten und den Biosphärenreservaten mit den UNESCO Global Geoparks eine neue Flächenkategorie ein.

Einer der sechs Geoparks in Deutschland, die diese Anerkennung erhalten, ist der Naturpark Terra.vita mit Sitz in Osnabrück, der sich über das Osnabrücker Land, den nördlichen Teutoburger Wald und das Wiehengebirge erstreckt. Von den rd. 1.550 km² Gesamtfläche entfallen gut 10 Prozent auf das Gebiet des Kreises Minden-Lübbecke. Berührt sind die Kommunen Preußisch Oldendorf, Lübbecke, Hüllhorst, Hille, Bad Oeynhausen, Minden und Porta Westfalica. Die UNESCO erkennt mit der Auszeichnung als Global Geopark die besondere geologische Bedeutung der Region an, die 300 Millionen Jahre Erdgeschichte bewahrt und für die Menschen erlebbar macht.

„Wir haben diese Auszeichnung dem Naturpark TERRA.vita und seiner jahrelangen Vorarbeit zu verdanken“, sagt Landrat Dr. Ralf Niermann. „Die Verleihung der UNESCO-Kategorie wird dem Wiehengebirge große Aufmerksamkeit verschaffen, die wir für unsere touristische Arbeit nutzen werden.“ Denn ergänzend stehen dem Kreis auch EU-Fördermittel im kommenden Jahr in Aussicht, die der Teutoburger Wald-Tourismus gerade mit einer erfolgreichen Teilnahme am landesweiten Förderwettbewerb „Erlebnis.NRW“ eingeworben hat. Der Kreis Minden-Lübbecke ist darüber hinaus beteiligt am Projekt „Zukunftsfit Wandern im Teutoburger Wald“. Dem Wiehengebirge werden auf diesem Weg Mittel zur Verbesserung der Wander-Infrastruktur zufließen. Auch Porta Westfalica und Preußisch Oldendorf haben sich an dem Projekt beteiligt.

Eine weitere Förderlinie wird es – ebenfalls vom Teutoburger Wald initiiert – für den Kulturtourismus in Minden-Lübbecke geben. Im Fokus steht dabei die Entwicklung spannender Geschichten mit professioneller Hilfe, die bundesweit Aufmerksamkeit für kulturelle Highlights wecken sollen. „All diese für den Mühlenkreis sehr positiven Entwicklungen werden wir in der Tourismusarbeit des Kreises bündeln und ausgehend vom Kernpunkt Restaurierung und Ausbau des Kaiser-Wilhelm-Denkmals für unsere ganze Region nutzen“, so Dr. Niermann. „Für den Mühlenkreis und für unsere Gäste ist es eine sehr gute Nachricht, dass all diese Bereiche zurzeit so viel positive Unterstützung bekommen.“

Text und Foto: Kreis Minden-Lübbecke)

Pressemitteilung des Naturparks TERRA.vita:

UNESCO-Generalversammlung beschließt neue Flächenkategorie

Paris/Osnabrück. Die UNESCO-Generalversammlung hat eine wegweisende Ent-scheidung getroffen. Es wird eine neue weltweite Flächenauszeichnung geschaffen: Die UNESCO Global Geoparks. Einer der sechs deutschen Profiteure ist der Natur- und Geopark TERRA.vita.

Begeistert von dem positiven Bescheid zeigt sich Michael Lübbersmann, Landrat und Vorsitzender des Natur- und Geoparks TERRA.vita: „TERRA.vita bringt sämtliche Vo-raussetzungen für diese Auszeichnung mit. Der Titel bedeutet einen ungeheuren Imagegewinn für die Region und ist zudem die Würdigung unserer bisher geleisteten Arbeit“.

Hoch erfreut zeigen sich auch Lübbersmanns Landratskollegen Klaus Effing (Steinfurt), Ralf Niermann (Minden-Lübbecke) und Sven-Georg Adenauer (Gütersloh) sowie die beiden Oberbürgermeister Wolfgang Griesert (Osnabrück) und Pit Clausen (Bielefeld): „Wir sind stolz, dass es uns gemeinsam gelungen ist, dieses neue und internationale Qualitätssiegel für die Region zu erhalten. Wir sind sicher, dass auch der Zugang zu nationalen und europäischen Fördermitteln leichter gelingt“, sind sich die kommunalen Vertreter einig. „Darüber hinaus belegen Studien, dass UNESCO-Regionen in der Regel einen hohen Besucherzuwachs verzeichnen.“
Bislang wurde das Weltnetz der Geoparks – aktuell sind es weltweit 120 Parks in 33 Ländern – von der UNESCO unterstützt, aber nicht anerkannt. Sie trugen deshalb lediglich den Zusatz „assisted by UNESCO“. Jetzt aber dürfen zertifizierte Einrichtungen den Titel „UNESCO Global Geopark“ führen. In Deutschland sind dies neben TERRA.vita noch die Geoparks Vulkaneifel, Harz-Braunschweiger Land-Ostfalen, Schwäbische Alb, Bergstraße Odenwald und Muskauer Faltenbogen.

Ein Globaler Geopark – wie TERRA.vita – ist eine Region, die ein bedeutendes geolo-gisches Erbe aufweist, über ein funktionierendes Management verfügt und Beiträge zur Regionalentwicklung, Umweltbildung und zur Schaffung von naturverträglicher Erholungsinfrastruktur leistet. Die enorme Bedeutung des neuen Labels wird auch daran deutlich, dass die UNESCO letztmalig vor rund 40 Jahren neue Flächenauszeichnungen etabliert hat. Dies waren die UNESCO Biosphärenreservate und die UNESCO Welterbestätten. Jetzt werden die UNESCO Global Geoparks mit diesen Kategorien in einem Atemzug genannt.

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