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Kinder brauchen Auszeiten von der Kita

Kinder brauchen Auszeiten von der Kita

Selbst wenn Kinder gern in die Krippe oder den Kindergarten gehen, benötigen sie von Zeit zu Zeit eine Kita-Pause. "Kinder stecken mitten in der Entwicklung. Sie brauchen das, was wir Erwachsenen brauchen, umso mehr: eine Auszeit vom Job", erklärt Susanne Jänicke, Leiterin einer Kita in München, im Apothekenmagazin "Baby und Familie". Natürlich spielen die Kleinen in der Kita viel und haben Spaß. Sie bewegen sich aber auch ständig in einer größeren Gruppe von Kindern und Erwachsenen auf begrenztem Raum, sind Lärm ausgesetzt, müssen sich anpassen, haben wenig Zeit und Raum für sich alleine. Das bedeutet für das Kind neben Spaß auch Stress. Je jünger es ist, umso anstrengender ist dieser Alltag.

Es sind ganz banale Dinge, die die Kita-Auszeit so wertvoll für die Kleinen machen: einfach mal ohne Zeitdruck zu Hause sein, Spielsachen nicht teilen müssen, mit Mama oder Papa kuscheln, Zeit mit Bruder oder Schwester verbringen. "Optimal wären in meinen Augen 30 Tage, die Familien gemeinsam haben", sagt Jänicke. Eine Rolle für die Länge der kitafreien Zeit spielt außerdem die Betreuungsdauer. So benötigen vor allem Ein- bis Dreijährige, die vollzeitbetreut sind, Auszeiten dringender als ältere Kinder oder Jungen und Mädchen, die nur wenige Stunden am Tag ein einer Einrichtung verbringen. Im Idealfall verteilen sich die Auszeiten regelmäßig übers Jahr - mit einem längeren zusammenhängenden Block von mindestens zwei Wochen. "Kinder brauchen auch Zeit, sich umzustellen und in die Freizeit reinzukommen", sagt Jänicke.

(Text: Wort & Bild Verlag - Baby und Familie, ots | Foto: Archiv)

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