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Meditation - In der Ruhe liegt die Kraft!

Die meisten Menschen stehen heute unter einem ungeheuren Druck von außen. Meditation lässt uns die eigene Kraft und den eigenen Rhythmus wieder spüren. Meditation kann unser Gedankenkarussell anhalten. Hilft unsere Emotionen zu steuern, stärkt die Konzentration und macht stressresistent. Außerdem: Forscher fanden heraus, dass die graue Zellsubstanz im Gehirn von Meditierenden im Alter weniger abnimmt als normal. Sie bleiben also geistig länger jung.

Das neue Jahr nutzen und öfter mal abschalten und sich Zeit für sich selbst zu gönnen. Warum ist es denn wichtig, sich Zeit für sich selbst zu nehmen? Weil Körper und Geist Pausen brauchen, um leistungsfähig zu bleiben. Eine Pause kann im Nichtstun bestehen, aber auch im Lesen oder Joggen.

Was Buddha bereits vor rund 2.500 Jahren lehrte und am eigenen Leib erfahren hatte, wurde nun auch in einer Studie bestätigt: Meditation hat sich auch als Schmerzmittel bewährt – nicht, weil es die Leiden ausschaltet, sondern weil sie hilft, mit dem Schmerzgefühl umzugehen. Probanden einer US-Studie empfanden Schmerzen um 57 % weniger unangenehm, nachdem sie meditiert hatten – das schafft nicht einmal Morphium. Längst hat die Wunderwaffe Meditation Schulmediziner überzeugt. Krankenhäuser, Reha-Einrichtungen und psychosomatische Kliniken setzen sie ein, und zwar ganz ohne esoterischen Beipack.

Meditation Senioren JournalMacht es uns glücklich, im Alltag die Gedanken schweifen zu lassen, uns eine kleine träumerische Auszeit zu gönnen und der aktuellen Realität zu entfliehen? Ja, sagen viele Forscher. Denn solche Träumereien helfen uns, Stress abzubauen. Tagträumereien sind auch eine Form der Meditation. Wenn wir darauf achten, welche Geschichten wir uns in unseren Tagträumen ausdenken, können wir auch viel über unsere Bedürfnisse und Wünsche erfahren und diese Kenntnis für die Realität nutzen. Meist jedoch verfangen wir uns in sorgenvollen oder ängstigenden Gedankenschleifen, wobei wir durch ständiges Grübeln noch unglücklicher werden, als wir vielleicht gerade sind. Das hat jeder von uns bestimmt schon einmal am eigenen Leib erfahren.

Forscher fanden heraus, dass eine Konzentration der Gedanken auf schöne Dinge, vielleicht auf die Liebe, Sport, neue Schuhe oder nette Gespräche und Begegnungen uns besonders glücklich machen. Es ist ein Trugschluss zu glauben, dass jeder Gedanke seine Berechtigung hat und zu Ende gedacht werden muss. Der Schlüssel liegt bei Ihnen, indem Sie das Zepter selbst in die Hand nehmen und das denken, was gut für Sie ist. Meditation hilft dabei. Umgeben Sie sich mit Glück! Nur wer sich auf positive Gedanken einlässt, kommt zur Ruhe. Also: Zwischendurch immer an etwas Schönes denken – das scheint ein gutes Rezept zu sein.

Machen Sie Muße-Training! Um zur Ruhe zu kommen, brauchen Sie Rituale. Setzen Sie sich jeden Tag für einen Augenblick auf einen bestimmten Stuhl, schauen nach draußen und genießen den Blick. Schalten Sie alle störenden Nebengeräusche durch Radio und Fernsehen aus. Steigern Sie diese Zeit langsam, bis Sie eine halbe Stunde lang Ruhe reglos ertragen können. Jeder Mensch hat einen eigenen Zugang zur Meditation. Für einen ersten Versuch genügt es also schon, aufrecht zu sitzen, den Blick nach draußen und die Aufmerksamkeit auf den Atem zu richten. Wenn man wirklich still wird, können Freude, Glück und Zufriedenheit oft ganz von allein auftauchen.

Jeder dritte Deutsche leidet unter Dauerstress. Kommen Sie zur Ruhe und beschenken sich selbst – mit Ihrer Lieblingsmusik, Ihrem Lieblingsessen, Ihren Lieblingsblumen! Für diese drei einfachen Aufmerksamkeitsübungen ist immer genug Zeit:

10 Stufen
Atmen Sie gleichmäßig und zählen Sie dabei von zehn rückwärts. Ein- und Ausatmung steht für eine Zahl. Stellen Sie sich dabei vor, dass Sie eine Treppe hinuntergehen.

Wellenatmen
Zählen Sie beim Einatmen langsam bis vier, beim Ausatmen rückwärts wieder bis null. Wiederholen Sie dies beliebig oft.

Atem anhalten
Atmen Sie ein und halten Sie die Luft für einige Sekunden an. Atmen Sie aus und warten Sie wieder einige Sekunden, bevor Sie erneut Luft holen. (Text: Annina Pietza, SENIOREN JOURNAL, Bild: jd-photodesign - Fotolia)