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Was trinken Sie da?

Gerade in den Sommermonaten spielt Wasser eine besondere Rolle. Alle dürsten nach dem kühlen Nass. Der Arbeitskreis der aktiven Umwelt-Apotheker ( AAU ) macht jetzt darauf aufmerksam, dass unser bundesdeutsches Leitungswasser in der Regel viel besser ist als sein Ruf. Es ist das am besten untersuchte Lebensmittel Deutschlands. In welcher komfortablen Lage die Menschen in Deutschland sind, wird immer im Urlaub, nicht nur im Süden, deutlich: Aus den Wasserhähnen kommt oft gechlorte Flüssigkeit, geeignet zum Duschen, ungeeignet als erquickendes Getränk.

Kürzel´s Neue ApothekeDabei eignet sich unser heimisches Leitungswasser hervorragend als Standardgetränk. Es muss nicht immer vergleichsweise teures Mineralswasser sein. Teilweise sind im Leitungswasser sogar mehr Mineralstoffe enthalten als in manchem Mineralwasser. Das Leitungswasser ist stets angenehm kühl und muss nicht in schweren Kisten nach Hause transportiert werden. Zudem sollte man nach Möglichkeit ohnehin stilles Mineralwasser ohne Kohlensäure trinken, denn diese hindert viele, auf die empfohlene, tägliche Trinkmenge von 30 Millilitern pro Kilogramm Körpergewicht zu kommen. Ein 80 Kilo schwerer Mensch sollte also ca 2,4 Liter Flüssigkeit zu sich nehmen – das ist schon eine ganze Menge.

Was die beschriebene gute Wasserqualität anbelangt, so gewährleistet diese der zuständige Wasserversorger allerdings nur in seinem Zuständigkeitsbereich – und der endet dort, wo die öffentliche Rohrleitung in die der Privathaushalte mündet. Für die Leitungen innerhalb des Hauses trägt jeder Hausbesitzer die Verantwortung selbst. Dabei kann die Metallbelastung im Leitungswasser durch bestimmte Rohrmaterialien beträchtlich steigen. Blei, Kupfer, Nickel oder andere Schwermetalle können langfristig zu einer echten Gesundheitsgefahr werden, vor allem wenn auch Kleinkinder im Haushalt leben. Sicherheitshalber kann man einfach in einer AAU-Mitglieds-Apotheke sein Wasser auf bestimmte Schadstoffe untersuchen lassen. Für Hausbrunnenbesitzer gerade in unserer ländlichen Region spielt auch der Nitratgehalt, die Wasserhärte und die Keimbelastung des Brunnenwassers eine wichtige Rolle.

Viele AAU-Apotheken (www.umwelt-apotheker.de) führen die unkomplizierten Untersuchungen im eigenen Labor durch, während aufwendigere Proben an ein Zentrallabor geschickt werden. Nach dem hoffentlich durch das Untersuchungsergebnis erteilten grünen Licht steht einem regelmäßigen Genuss des köstlichen Nasses dann wirklich nichts mehr im Wege. In diesem Sinne – ein Prosit auf Ihre Gesundheit! (Text: Kürzel´s Neue Apotheke, Foto: Eisenhans - Fotolia)