Am 'Tag des offenen Denkmals' erzählen alte Mauern Geschichte
Minden-Lübbecke -

Der Büttemeyer Hof in Isenstedt ist nur eines von bundesweit rund 5500 Denkmälern welches an diesem Sonntag seine Türen öffnet. Foto: Evangeische Stiftung Ludwig-Steil-Hof
An Sonntag, den 08. September öffnen im Rahmen des bundesweiten „Tag des offenen Denkmals“ rund 5500 Denkmäler ihre Türen und laden zum Staunen und Entdecken ein. In diesem Jahr steht der Tag unter dem Motto „Wahr-Zeichen. Zeitzeugen der Geschichte“.
Da lohnt ein Blick auch in unsere Region, beispielsweise nach Espelkamp. Hier steht an der Lübbecker Straße 14 in Isenstedt der Büttemeyer Hof. Unweit der Hauptstraße fällt das recht große Gebäude mit dem einladend begrünten Grundstück und den auffallenden Remisen im Vordergrund sofort ins Auge und lädt zum Verweilen ein.
Die Ursprünge des Gebäudes gehen auf das Jahr 1806 zurück. Nicht zuletzt deshalb von 11:00 bis 17:00 Uhr auch in diesem Jahr wieder offen.
Der Büttemeyer Hof befindet sich im Eigentum der Stadt Espelkamp und wird seit vielen Jahren von der Berufsbildung der Ev. Stiftung Ludwig-Steil-Hof mit Leben gefüllt. Gerade werktags kann man nicht nur den Geruch von frischem Holz wahrnehmen sobald sich die Türen öffnen, sondern auch dass ein oder andere Hämmern oder Sägen, denn in der Ausbildungswerkstatt werden angehende Fachpraktiker für Holzverarbeitung und Tischler im Auftrag der Agentur für Arbeit beziehungsweise dem Jobcenter des Kreises Minden-Lübbecke ausgebildet. Im ersten Stock des Gebäudes ebnen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Maßnahme „Perspektive“ auf verschiedene Weise und individuell abgestimmt den Weg in die Berufswelt.
„Wer uns in diesem Jahr besucht, der darf sich auf interessante Führungen durch unser eindrucksvolles Gebäude und über das Gelände freuen.“, erklärt Tischlermeister Dietmar Horstmann mit sichtlichem Stolz.
Weiterhin lohnt es sich auch dem Außengelände Aufmerksamkeit zu widmen, denn unter dem Titel „Erlebnisgolf für Jedermann im Naschgarten“ lädt ein Naherholungsgebiet mit allerlei Blühendem auf einer Wildblumenwiese zum Verweilen ein. Auf einer Minigolfbahn kann man sein Glück im Spiel ein wenig herausfordern. Gefördert wurde das Projekt vom „Bündnis ländlicher Raum“ mit Geldern der Bezirksregierung Detmold. Kaffee und Kuchen, angeboten vom Team der Hauswirtschaftsausbildung, bieten dann die Möglichkeit einen abwechslungsreichen Nachmittag schmackhaft abzurunden.
Das Schloss Benkhausen hat von 11:00 bis 17:00 Uhr auch wieder geöffnet. Es gibt Vorträge und Informationen zum Schloss und auch das Café "Die Rentei', sowie das Deutsche Automatenmuseum haben geöffnet. Hier kann man dazu mehr erfahren.
Setzt man seine Reise durch Espelkamp fort kann man noch am Bahnhof in der Innenstadt halt machen. Er ist den ganzen Tag geöffnet. Das Schulmuseum, das Alte Klassenzimmer und der alte Laden am Heideweg 2 (Dorfplatz) in Fabenstedt haben von 13:30 bis 17:30 Uhr ebenfalls geöffnet. Ein nächster Halt lohnt am Fachwerkspeicher Drallmeier in der Benkhauser Straße 7. Er öffnet seine Türen ebenfalls von 13:30 Uhr bis 17:30 Uhr. Der historische jüdische Friedhof befindet sich in der Altgemeinde Espelkamp (Auf der Heide) und hat von 14:00 bis 16:00 Uhr ebenfalls geöffnet. Eine Führung vom Arbeitskreis jüdisches Leben gibt es um 15:00 Uhr.
Weiter kann es in Preußisch Oldendorf gehen. Das Feuerwehrmuseum in Schröttinghausen öffnet seine Türen an diesem Tag von 13.00 – 17.00 Uhr für Besucherinnen und Besucher. Historische Löschfahrzeuge und spannende Einblicke in den Alltag von Feuerwehren in früheren Zeiten werden hier geboten.
In der Gutswassermühle in Bad Holzhausen demonstrieren in der Zeit von 15.00 Uhr bis 17.30 Uhr die Mitglieder der Mühlengruppe des Touristikvereins Bad Holzhausen, wie zu Großvaters Zeiten Korn zu Mehl verarbeitet worden ist. Für die kleinen Gäste gibt es zusätzlich ein buntes Programm und mit Schmalzbroten und Kaltgetränken gibt es auch eine Stärkung für kleine und große Gäste.
Die Burgruine Limberg ist für interessierte Besucherinnen und Besucher von 10.00 – 12.00 Uhr geöffnet. Dieter Besserer bietet an diesem Tag informative Führungen durch die Ruine an, Start der ersten Führung ist um 10 Uhr.
Die vier Kirchen im Stadtgebiet machen an diesem Tag „gemeinsame Sache“ und laden interessierte Gäste ein. Besucher in den Kirchen erhalten einen Pilgerbeutel und selbstgebackene Pilgerbrötchen – die ideale Stärkung, um den Weg zwischen den Kirchen zu Fuß zurückzulegen. Die Strecke dieses Preußisch Oldendorfer Pilgerwegs „Vier Kirchen“ wird in einem neuen Flyer inkl. QR Code zur digitalen Navigation vorgestellt, der Flyer liegt bei den Kirchen und im Touristikbüro der Stadt aus.
Und auch in Minden gibt es an drei Orten interessante Einblicke. Mit dabei sind das Fachwerkhaus Videbullenstraße 1, das Logenhaus Pöttcherstraße 27 und die Kapelle in Hahlen, Kapellenweg 1.
Das Fachwerkhaus von 1664, Videbullenstraße 1, ist durchgängig von 12 Uhr bis 18 Uhr für interessierte Besucher offen. Die Eigentümer erläutern selbst das Denkmal und haben für Kinder einen Maltisch vorbereitet. Im Logenhaus, Pöttcherstraße 27, das als Stadtpalais 1719 errichtet wurde, wird Dr. Lubbe jeweils um 14 Uhr und um 16 Uhr eine etwa einstündige Führung in historischem Kostüm anbieten. Im Kapellenweg 1 gibt es um 15 Uhr eine Führung durch die 1503 errichtete spätgotische Kapelle in Hahlen.
Weitere offene Denkmäler im Kreis Minden-Lübbecke und darüber hinaus findet man auf dieser Webseite.
Quellen: Ev. Stiftung Ludwig-Steil-Hof, Stadt Preußisch Oldendorf, Stadt Minden
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