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IHK-Studie: Unternehmensnachfolge gründlich vorbereiten

OWL -

IHK-Studie: Unternehmensnachfolge gründlich vorbereiten

Für immer mehr Unternehmer aus der sogenannten Babyboomer-Generation rückt die Übergabe des eigenen Betriebs näher. In ihrer aktuellen Studie „Unternehmensnachfolge in Ostwestfalen“ hat die Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld (IHK) untersucht, wie sich die Unternehmer auf den Wechsel in den Ruhestand vorbereiten und die Nachfolge für ihren Betrieb regeln wollen. Dazu wurden 300 Unternehmerinnen und Unternehmer befragt, die 55 Jahre oder älter sind und in ihren Betrieben mindestens fünf Mitarbeiter beschäftigen.

„Dass der Generationswechsel erfolgreich gestaltet wird, ist für die Wirtschaft und für viele Familien von existenzieller Bedeutung“, sagte IHK-Präsident Wolf D. Meier-Scheuven heute (28.10.2016) bei der Ergebnispräsentation in der IHK in Bielefeld. „Ein möglichst reibungsfreier Übergang sichert die Zukunft vieler kleiner- und mittlerer Unternehmen sowie deren Arbeitsplätze.“

Die Studie zeigt, dass 75 Prozent der Unternehmer die Betriebsübergabe zumindest planen. Generell gilt demnach, dass mit zunehmendem Alter der Anteil derer steigt, die ihre Nachfolge dann auch aktiv regeln. Die Befragung zeigt ebenfalls, dass größere Unternehmen den Führungswechsel deutlich offensiver angehen als kleinere Betriebe. Weitere Unterschiede sind hingegen branchenspezifisch: Industrieunternehmen haben den Übergang eher im Blick als Handel- und Dienstleistungsbetriebe.

Aktuell setzten 30 Prozent der befragten Unternehmer den Generationswechsel um. Das Durchschnittalter der Firmenlenker beträgt in dieser Phase knapp 67 Jahre. „70 Prozent der Unternehmen bleiben dabei im Familienbesitz“, unterstrich IHK-Hauptgeschäftsführer Thomas Niehoff. In elf Prozent der Fälle sei die Entscheidung auf ein Management-Buyout gefallen, bei dem Mitarbeiter die Firmenleitung übernehmen. In fünf Prozent der Fälle wurde die Firma an eine externe Person verkauft, zwölf Prozent entschieden sich für den Verkauf an ein anderes Unternehmen. „Die Tendenz, das eigene Unternehmen in Familienhand zu belassen, verstärkt sich deutlich, je konkreter die Übergabe wird“, ergänzte Niehoff.

Acht Prozent der befragten Unternehmer wollen ihren Betrieb stilllegen, da er nicht mehr profitabel ist. Davon sind überdurchschnittlich viele Unternehmen aus dem Handels- und Dienstleistungssektor betroffen. 60 Prozent aller Befragten freuen sich auf den Lebensabschnitt nach der Übergabe.

„Je konkreter die komplexe Nachfolgeregelung wird, desto größer wird der Informationsbedarf bei den Unternehmern“, sagte Harald Grefe, stellvertretender IHK-Hauptgeschäftsführer. In der Studie werden unter anderem die Themen Vertragsgestaltung, Erbrecht und Unternehmensbewertung genannt.

In einem eigenen Kapitel stellt die IHK ihre Beratungs- und Serviceangebote vor. Das Angebot reicht von Nachfolgesprechtagen bis hin zur Fördermittelberatung und Info-Material.

Die Studie „Unternehmensnachfolge in Ostwestfalen“, die in Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid und der FHDW Paderborn/Bielefeld erstellt wurde, kann bei der IHK angefordert werden bei: Claudia Rieke, Tel.: 0521 554-226, E-Mail: c.rieke@ostwestfalen.ihk.de.

(Text: IHK | Symbolfoto: Archiv)

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