Einfach dämmen mit Gebläse - So funktioniert's!
Bad Oeynhausen -

Sich selbst warm anzuziehen, ist einfach: Pullover drüber – fertig. Bei Gebäuden scheint eine solche Leichtigkeit nahezu unmöglich zu sein. „Manchmal geht es aber auch ganz einfach“, sagt Andreas Witt von der Koordinierungsstelle Klimaschutz der Stadt Bad Oeynhausen. Eine schnelle und kostengünstige Möglichkeit, Energie zu sparen, lasse sich in Gebäuden häufig in ungedämmten Hohlräumen finden, so zum Beispiel in einem zweischaligen Mauerwerk oder unter einem Holzfußboden. „Als wir vor einigen Jahren unser komplettes Haus auch mit einer Einblasdämmung besser isoliert haben, waren wir mit der eigentlichen Dämmarbeit an einem Tagen fertig“, erinnert sich Witt: „Das haben wir zu zweit gemacht – der Fachmann und ich als Handlanger.“ In die Außenwände wurden kleine, im Durchmesser wenige Zentimeter große Löcher gebohrt. Mit einer speziellen Maschine – „die kann man sich wie eine Art umgedrehten großen Staubsauger vorstellen“ so Witt – wird das Dämmmaterial eingeblasen. Anschließend werden die Bohrlöcher fachmännisch verschlossen. Diese Art zu dämmen sei nicht nur schnell erledigt, sondern wegen der kurzen Arbeitszeit auch kostengünstig. Bei Ein- und Zweifamilienhäusern liegen die Kosten im niedrigen vierstelligen Bereich. Wichtig sei es nur, sagt Witt, dass der Fachunternehmer in diesem Handwerk erfahren sei, damit tatsächlich die zu dämmende Fläche vollständig mit dem Dämmmaterial ausgefüllt werde.
Eine Einblasdämmung kann auch für die Dachdämmung eingesetzt werden. Hier sind jedoch mehr Vorarbeiten zu leisten als bei einem zweischaligen Mauerwerk. „In jedem Fall sollte man sich das jeweilige Gebäude genau ansehen, egal welche Dämmtechnik zum Einsatz kommen soll“, rät die Architektin Dana Ellerhoff. Sie steht Bad Oeynhausener Bürgerinnen und Bürgern einmal im Monat in der Stadtbücherei als Energieberaterin zur Seite, wenn es um Fragen rund um die energetische Modernisierung von Gebäuden geht.
Für die Einblasdämmung steht je nach Anwendungsbereich eine ganz Palette an Materialien zur Verfügung, darunter Zellulose, Perlite, Mineralwolle, Polyurethan und Korkgranulat. „Welcher Dämmstoff im konkreten Fall am besten geeignet ist, hängt von den Gegebenheiten des Gebäudes ab“, sagt Ellerhoff, „und auch davon, welchen Zusatznutzen man neben der Dämmung erreichen möchte, zum Beispiel einen besseren Schallschutz. Der Wohnkomfort steigt in jedem Fall.“
Umfassende Informationen bei der Energieberatung in der Stadtbücherei
Die nächsten Energieberatungstermine in der Stadtbücherei sind am 1. Dezember 2016 und am 12. Januar 2017 jeweils von 14 bis 18 Uhr. Bürgerinnen und Bürger in Bad Oeynhausen haben die Möglichkeit, sich in dieser Zeit nach vorheriger Anmeldung zu allen Fragen rund um Energie im Gebäude individuell beraten zu lassen. Für die Verbraucherzentrale in Kooperation mit der Stadt Bad Oeynhausen steht die Architektin Dana Ellerhoff zur Verfügung. Die Energieberatung kostet dank der Förderung des Bundes für eine halbe Stunde nur 5 Euro. Interessierte können sich bei der Koordinierungsstelle Klimaschutz der Stadt Bad Oeynhausen anmelden, entweder telefonisch unter 05731 14-2527 oder per Mail an energieberatung@badoeynhausen.de.
(Text: Stadt Bad Oeynhausen | Symbolfoto: Archiv)
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