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GreenFairPlanet erhält UN-Auszeichnung

Minden -

GreenFairPlanet erhält UN-Auszeichnung

Das Projekt „Mutter Erde für Integration: Ein tausendschöner Garten in Minden“ wird am Sonntag, 20. August, als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt im Rahmen des Sonderwettbewerbs „Soziale Natur – Natur für alle“ gewürdigt. Die Auszeichnung wird von Bürgermeister Michael Jäcke im Namen der Geschäftsstelle der UN-Dekade übergeben. Kreisdirektorin Cornelia Schöder ist die Laudatorin. Diese Ehrung wird an vorbildliche Projekte verliehen, die mit Ihren Aktivitäten auf die Chancen aufmerksam machen, die die Natur und die biologische Vielfalt für den sozialen Zusammenhalt bieten.

Seit 2015 fällt im Gemeinschaftsgarten Tausendschön bürgerschaftliches Engagement auf fruchtbaren Boden. An der Schnittstelle zwischen gemeinschaftlichem Naturerlebnis, gelebtem Umweltschutz und gesellschaftlicher Teilhabe setzen sich die Aktiven für ein nachhaltiges Miteinander von Menschen aus allen sozialen und kulturellen Schichten ein.

Die Initiatorinnen Elisabeth Schmelzer, Renate Kruse, Andrea Fröhlich und Birgit Brinkmann vom Verein GreenFairPlanet haben von Anfang an auf ein freundschaftliches Miteinander auf Augenhöhe gesetzt. Mit diesem vorbildlichen Projekt wird ein bedeutendes Zeichen für das Engagement an der Schnittstelle von Natur und sozialen Fragen in Deutschland gesetzt. „Damit erhält Minden erneut eine Auszeichnung der Vereinten Nationen. Darauf können wir alle sehr stolz sein“, so Bürgermeister Michael Jäcke.

“Die Idee einen offenen Gemeinschaftsgarten ins Leben zu rufen, entstammt unserem Grundgedanken: Gutes Essen, gute Landwirtschaft für alle. Das Ursprungsprofil unseres Engagements als Personen und als Verein: GreenFairPlanet steht für die kritische Auseinandersetzung mit Landwirtschaft, Ernährung und Hunger”, sagt Elisabeth Schmelzer. „Wichtig war uns, dass wir einen Ort der Begegnung anbieten, der für alle
Teilnehmer*innen kostenlos, ohne Vertragsbindung oder Investition ist“, fährt Schmelzer fort.

Was mit ökologischem Gärtnern begann, hat sich verstetigt. Den Initiatoren gehen die Ideen und die Power nicht aus. Unterstützt werden sie von den Netzwerken, die sie in den letzten Jahrzehnten geknüpft und gepflegt haben. So gibt es im Tausendschön eine Offene Werkstatt, Kunst, Kultur, Workshops, Inklusions-Projekte, Kultur-Rucksack, Ferienprogramme, Sprachunterricht, Gartenmusik, Bildungsreisen u.v.m. 3 mal wöchentlich kommen 10 bis 15 Personen in den Garten, um die Angebote zu nutzen. Wer hilft, teilt sich die Ernte. Samstags werden Lebensmittel und Backwaren „fairteilt“, die sonst im Müll gelandet wären. „Dies ist für die Akteure ein wichtiger Beitrag zur Wertschätzung - verwenden statt verschwenden“, so Schmelzer.

Diese Aktivitäten haben die Jurorinnen und Juroren des UN-Dekade-Wettbewerbs sehr beeindruckt. Neben einer Urkunde und einem Auszeichnungsschild erhält GreenFairPlanet einen „Vielfalt-Baum“, der symbolisch für die bunte Naturvielfalt steht. Ab sofort wird das Projekt auf der deutschen UN-Dekade-Webseite unter www.undekade-biologischevielfalt.de vorgestellt.

Das ausgezeichnete Projekt hat an dem Sonderwettbewerb „Soziale Natur – Natur für alle“ der UN-Dekade Biologische Vielfalt teilgenommen. Eine namhafte Jury hat über die Qualität der eingereichten Projekte entschieden. Der fortlaufende Wettbewerb wird von der Geschäftsstelle der UN-Dekade Biologische Vielfalt mit Sitz in Hürth ausgerichtet. Mit der Auszeichnung sollen sich möglichst viele Menschen von diesen vorbildlichen Aktivitäten begeistern lassen und selbst in der Natur aktiv werden, um so langfristig das Naturbewusstsein in der Gesellschaft zu stärken. Im Vordergrund stehen dabei Projekte aus den drei Themenbereichen: „Grüne Orte“, Naturerlebnisse und Aktionen“ sowie „Kontaktpunkte mit der Natur“.

Die Auszeichnung zum UN-Dekade-Projekt findet im Rahmen der Aktivitäten zur UN-Dekade Biologische Vielfalt statt, die von den Vereinten Nationen für den Zeitraum von 2011 bis 2020 ausgerufen wurde. Ziel der internationalen Dekade ist es, den weltweiten Rückgang der biologischen Vielfalt aufzuhalten. Dazu strebt die deutsche UN-Dekade eine Förderung des gesellschaftlichen Bewusstseins in Deutschland an. Die Auszeichnung nachahmenswerter Projekte soll dazu beitragen und die Menschen zum Mitmachen bewegen.

Insgesamt wünscht sich die Geschäftsstelle der UN-Dekade Biologische Vielfalt durch den Sonderwettbewerb „Soziale Natur- Natur für alle“ mehr Menschen mit Hilfe der Natur zusammenzubringen, dabei soziale Grenzen und Hindernisse zu überwinden und gleichzeitig mit vereinten Kräften einen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt zu leisten.

Interessierte Einzelpersonen, ehrenamtlich Tätige und Institutionen die sich für die Erhaltung der biologischen Vielfalt durch Forschungs-, Bildungs- oder Naturschutzmaßnahmen einsetzen, sind eingeladen, sich an dem fortlaufenden Wettbewerb zu beteiligen.

Die Jury entscheidet etwa halbjährlich über die Auszeichnungen. Seit Juni 2012 werden wöchentlich beispielhafte Projekte zur UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet und offiziell vorgestellt. Eine entsprechende Bewerbung als UN-Dekade-Projekt kann ausschließlich online bei der Geschäftsstelle UN-Dekade Biologische Vielfalt unter
http://www.undekade-biologischevielfalt.de eingereicht werden.

(Text: Stadt Minden | Foto: ©Dominik Nürenberg)

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