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Stilles Gedenken an die Opfer der Novemberpogrome von 1938

Bad Oeynhausen -

Stilles Gedenken an die Opfer der Novemberpogrome von 1938

Mit der Reichspogromnacht vor 84 Jahren wandelten sich Hass und Diskriminierung der Nazis deutschlandweit in offenen Terror und Gewalt gegen Juden. Anfang November 1938 wurden hunderte Juden ermordet oder in den Selbstmord getrieben. Die Reichspogromnacht war der Beginn der systematischen Verfolgung, die schließlich in den Holocaust führte. „Auch bei uns in Bad Oeynhausen waren jüdische Mitbürger und Nachbarn der gnadenlosen Verfolgung durch die Nationalsozialisten ausgesetzt,“ sagt Bürgermeister Achim Wilmsmeier. Die Namen von 50 verschleppten Bad Oeynhausener Juden sind bekannt. „Unsere Aufgabe ist es heute, dieser Opfer der Nazi-Diktatur zu gedenken“, sagt der Bürgermeister. In stillem Gedenken hat er stellvertretend für sie alle am Mittag des 9. November eine Schale am Grünklee-Mahnmal in Volmerdingsen aufgestellt. Die Familie Grünklee war 1941 von den Nazis verschleppt und in Riga ermordet worden.

Für Bürgermeister Achim Wilmsmeier ist die Erinnerung an die zahllosen ermordeten und Verfolgten gleichzeitig auch ein Auftrag für die heutige und für zukünftige Generationen. „Wir müssen als Gesellschaft mit allen menschenmöglichen Kräften dafür Sorge tragen, dass es nie wieder zu Terror und Gewalt gegen Andersdenkende und Andersgläubige kommt.“ Neben dem 9. November und dem Volkstrauertag erinnert der 27. Januar als Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus an diesen Auftrag.

(Text und Foto: Stadt Bad Oeynhausen)

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