Straße an der Weserwerft freigegeben - Einsturzgefahr behoben
Minden -

Foto: Von dem Gebäude geht keine Einsturzgefahr mehr aus. (© Pressestelle der Stadt Minden)
Der seit Anfang Juli 2017 gesperrte Privatweg „Am alten Weserhafen“ ist seit dem vergangenen Freitag, 2. März, wieder frei. Das teilt jetzt die Stadt Minden mit. Damit könne die Straße, die überwiegend von den Mitgliedern des Fischereivereins genutzt wird, der am Ende des Weges sein Vereinsheim hat, zwei Wochen vor dem eigentlich geplanten Termin (Mitte März) wieder befahren werden. Die Stadt Minden hatte dem Verein, der rund 2000 Mitglieder hat, im Erdgeschoss des Rathauses eine freie Geschäftsfläche zur Ausgabe der Fischereischeine zur Verfügung gestellt.
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Die Sperrung erfolgte, weil das Dach der alten Werfthalle, das unter Denkmalschutz steht, einzustürzen drohte. Das Gebäude werde nun so abgestützt, dass keine Teile nach außen auf den Weg herabfallen können. Der Weg sei deshalb wieder freigegeben, so die Stadt. Es besteht auch keine Gefährdung für Fußgänger. Momentan arbeitet die von der Stadt Minden beauftragte Fachfirma daran, das Gebäude nach innen abzusichern.
Anfang Juli 2017 hatte es eine Ortsbesichtigung eines Ingenieurbüros aus Salzgitter gegeben, die im Auftrag der Stadt Minden als Eigentümerin die Halle und die Dachkonstruktion untersucht hat. Danach wurden sofort erste Sicherungsmaßnahmen angeordnet und auch umgesetzt.
Infos zur Werft
Die Weserwerft wurde im Jahr 1918 als „Schiff- und Maschinenbau Gesellschaft mit beschränkter Haftung zu Minden i.W.“ am Alten Weserhafen gegründet. Auf der Weserwerft wurden rund 200 Schiffe und weitere Spezialfahrzeuge erbaut. Die Weserwerft hielt ein Patent auf das „Universal-Schilling-Ruder“, eine einfache und robuste Konstruktion mit guten Steuereigenschaften.
Im Februar 2004 wurde die Werft geschlossen und ein Insolvenzverfahren eingeleitet.
Die Stadt Minden hat das mit Altlasten kontaminierte Grundstück im Jahr 2007 zur weiteren städtebaulichen Entwicklung auf dem rechten Weserufer gekauft. Ursprünglich sollte das Grundstück durch die LAG (Landesentwicklungsgesellschaft) entwickelt werden, die dann jedoch aufgelöst wurde. Nun soll das Gelände in das noch zu erstellende „Integrierte städtebauliche Konzept“ (ISEK)“ aufgenommen werden.
(Text: Stadt Minden)
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