Studien- und Erlebnisfahrt an das Stettiner Haff
Minden/Espelkamp -

Im Mai begaben sich Mitglieder und Förderer des Kreisverbandes Minden-Lübbecke, im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V., auf Entdeckungsfahrt in den Nordosten Deutschlands. Diese von H.-Dieter Winterberg und Thieker-Reisen organisierte sechstägige Studien- und Erlebnisfahrt vom 14. bis 19. Mai 2017 führte unter anderem zu Kriegsgräberstätten auf dem Golm, nach Neumark in Polen und zu einer Gedenkstätte in Karlshagen.
Am frühen Sonntag Morgen begann die Fahrt in Minden mit dem Ziel Korswandt, im sogenannten
Achterland, auf der Insel Usedom. Im Hotel Baltic Hills waren für die nächsten Tage die Zimmer reserviert. Schon während der Hinfahrt wurde eine längere Pause in der alten Hansestadt Wismar für eine Stadtführung genutzt.
Die wieder aufgebaute Nikolaikirche der kleinen Hansestadt Anklam war das erste Ziel am nächsten
Morgen. Hier wurde im IKRAREUM an den Anklamer Bürger Otto Lilienthal und seinen Traum vom
Fliegen erinnert. Weiter ging es bei herrlichstem Sommerwetter in die nordöstlichste Hafenstadt
Deutschlands, nach Ueckermünde. Jene zwischen Haff und Heide gelegene Stadt mit ihren alten,
malerischen Häusern wurde mit einem Gästeführer erkundet. Zum Ausklang erwartete der Kapitän
der Reederei Peters die Reisegruppe zu einer Rundfahrt auf dem Stettiner Haff, das man auch
Oderhaff oder Pommersches Haff nennt.

Tags darauf, während einer Rundfahrt mit dem Reisebus, erlebten die Teilnehmer die
beeindruckende feinsandige Ostseeküste entlang des pommerschen Haffs. Die drei Seebäder
Heringsdorf, Bansin und Ahlbeck, die den Beinamen "Kaiserbäder" tragen, wurden dabei auch
entdeckt. Eine Besonderheit war die lange Strandpromenade - die längste in Europa: Auf sechzehn
Kilometern verbindet sie die Kaiserbäder untereinander und führt nach Osten bis ins polnische
Swinemünde. Fabian Schwanzar, wissenschaftlich-pädagogischer Mitarbeiter in der JBS-Golm,
informierte dann bei einer Führung auf dem Golm über die größte Kriegsgräberstätte des Landes
Mecklenburg-Vorpommern und damit endete dann auch dieser Reisetag.
Ein weiterer Ausflug führte nach Polen. Vormittags wurde dabei die Kriegsgräberstätte in Neumark,
etwa 20 km südlich Stettins gelegen, unter fachkundiger Leitung des Friedhofsverwalters Piotr Nycz-
Wasilecv besichtigt. Der Nachmittag war duch eine Visite in der grenznahen, polnischen Stadt
Stettin gekennzeichnet. Unser polnischer Gästeführer, Herr Bogdan, konnte uns dabei viel über das
alte und neue Stettin berichten.
Im Mittelpunkt des letzten Aufenthaltstages stand die Hanse- und Universitätsstadt Greifswald.
Rund um den Marktplatz konnte die das historische Stadtbild prägende mittelalterliche
Backsteingotik erlebt werden. Einen verträumt-romantischen Akzent bildete der Besuch im
Fischerdorf Wieck mit der noch heute von Hand betriebenen Holzklappbrücke.
Die in einer großzügigen Parkanlage gelegenen Ruinen des 1199 gegründeten Zisterzienserklosters
Eldena ließen abschließend ein Bild vergangener Zeiten auferstehen. Am Ende der diesjährigen
Reise wurde noch die Mahn- und Gedenkstätte Karlshagen aufgesucht.
Nach einer ruhigen Rückfahrt endete dann am Freitag Abend eine interessante wie anstrengende
Reise wieder in Minden.
Wir hoffen, wir konnten mit diesem Bericht bei Ihnen die Reiselust und das Interesse an unseren
Studien- und Erlebnisfahrten wecken und Sie bei einer unserer nächsten Unternehmungen
begrüßen!
(Text und Fotos: Hans-Dieter Winterberg)
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