UN-Dekade-Projekt: 'Essbare Stadt Minden' erhält Auszeichnung
Minden -

v.l.: Stefan Schröder, Bettina Fuhg und der stellvertretende Bürgermeister Egon Stellbrink mit dem Banner der UN-Dekade
Das Projekt „Pflücken erlaubt, statt betreten verboten“ des Vereins Essbare Stadt Minden e. V wurde letzte Woche als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt im Rahmen des Sonderwettbewerbs „Soziale Natur – Natur für alle“ gewürdigt. Die Auszeichnung überreichte der stellvertretenden Bürgermeister Egon Stellbrink im Namen der Geschäftsstelle der UN-Dekade im Rahmen einer Auszeichnungsfeier in der Bürgerhalle im Mindener Rathaus. Diese Ehrung wird an vorbildliche Projekte verliehen, die mit ihren Aktivitäten auf die Chancen aufmerksam machen, die die Natur und die biologische Vielfalt für den sozialen Zusammenhalt bieten.
Die Aktiven für eine „Essbare Stadt Minden“ sind ein unabhängiger lokaler Verein, der gemeinschaftliches Gärtnern nach dem ‘Pflücken erlaubt’-Prinzip in der Innenstadt und im Stadtgebiet verwirklicht. In zahlreichen „Speiseräumen“ kann sich jeder für den Eigenbedarf mit Kräutern, Stauden, Gemüse oder Obst eindecken. Mit diesem vorbildlichen Projekt wird ein bedeutendes Zeichen für das Engagement an der Schnittstelle von Natur und sozialen Fragen in Deutschland gesetzt. Diese Aktivitäten haben die Juroren des UN-Dekade-Wettbewerbs sehr beeindruckt. Egon Stellbrink hob in seiner Rede die ökologische und soziale Ausrichtung des Vereins hervor und wünschte sich eine stetige Ausweitung des Projektes im Stadtgebiet. Neben einer Urkunde und einem Auszeichnungsschild erhielt der Verein Essbare Stadt Minden e.V einen „Vielfalt-Baum“, der symbolisch für die bunte Naturvielfalt steht. Ab sofort wird das Projekt auf der deutschen UN-Dekade-Webseite unter www.undekade-biologischevielfalt.de vorgestellt.

Bettina Fuhg nimmt stellvertretend für den Verein die Auszeichung vom stellv. Bürgermeister Egon Stellbrink entgegen
Das ausgezeichnete Projekt hat an dem Sonderwettbewerb „Soziale Natur – Natur für alle“ der UN-Dekade Biologische Vielfalt teilgenommen und eine namhafte Jury hat über die Qualität der eingereichten Projekte entschieden. Der fortlaufende Wettbewerb wird von der Geschäftsstelle der UN-Dekade Biologische Vielfalt mit Sitz in Hürth ausgerichtet. Mit der Auszeichnung sollen sich möglichst viele Menschen von diesen vorbildlichen Aktivitäten begeistern lassen und selbst in der Natur aktiv werden, um so langfristig das Naturbewusstsein in der Gesellschaft zu stärken. Im Vordergrund stehen dabei Projekte aus den drei Themenbereichen: „Grüne Orte“, „Naturerlebnisse und Aktionen“ sowie „Kontaktpunkte mit der Natur“.
Die Auszeichnung zum UN-Dekade-Projekt findet im Rahmen der Aktivitäten zur UN-Dekade Biologische Vielfalt statt, die von den Vereinten Nationen für den Zeitraum von 2011 bis 2020 ausgerufen wurde. Ziel der internationalen Dekade ist es, den weltweiten Rückgang der biologischen Vielfalt aufzuhalten. Dazu strebt die deutsche UN-Dekade eine Förderung des gesellschaftlichen Bewusstsein Deutschland an. Die Auszeichnung nachahmenswerter Projekte soll dazu beitragen und die Menschen zum Mitmachen bewegen. Insgesamt wünscht sich die Geschäftsstelle der UN-Dekade Biologische Vielfalt durch den Sonderwettbewerb „Soziale Natur- Natur für alle“ mehr Menschen mit Hilfe der Natur zusammenzubringen, dabei soziale Grenzen und Hindernisse zu überwinden und gleichzeitig mit vereinten Kräften einen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt zu leisten.

Der UN-Dekade Baum.
Interessierte Einzelpersonen, ehrenamtlich Tätige und Institutionen die sich für die Erhaltung der biologischen Vielfalt durch Forschungs-, Bildungs- oder Naturschutzmaßnahmen einsetzen, sind eingeladen, sich an dem fortlaufenden Wettbewerb zu beteiligen. Die Jury entscheidet etwa halbjährlich über die Auszeichnungen. Seit Juni 2012 werden wöchentlich beispielhafte Projekte zur UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet und offiziell vorgestellt. Eine entsprechende Bewerbung als UN-Dekade-Projekt kann ausschließlich online bei der Geschäftsstelle UN-Dekade Biologische Vielfalt unter www.undekade-biologischevielfalt.de eingereicht werden.
(Text und Fotos: Detlef Müller / Essbare Stadt Minden)
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