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Zwei Kreise wollen die Kulturarbeit eng verzahnen

Kreis Herford / Minden-Lübbecke -

Die Kreise Herford und Minden-Lu?bbecke werden zuku?nftig einen gemeinsamen Kulturentwicklungsprozess auf den Weg bringen

Unser Foto zeigt von links Rainer Riemenschneider, Ute Gieseking, Oliver Gubela (Kreis Minden-Lu?bbecke), Landrat Dr. Ralf Niermann, Landrat Ju?rgen Mu?ller, Norbert Burmann, Martina Soddemann (Kreis Herford), Reinhard Richter (Projektleiter Richter Beratung), Christoph Mo?rstedt (Kreis Herford), Dr. Simon Oberthu?r und Dr. Johann Malcher (Kooperationspartner Richter Beratung). Foto: Julia Ollertz – Kreis Herford

Die Kreise Herford und Minden-Lu?bbecke werden zuku?nftig einen gemeinsamen Kulturentwicklungsprozess auf den Weg bringen – ein Projekt, das es so zum ersten Mal in NRW gibt. Ju?rgen Mu?ller, Landrat des Kreises Herford, und Dr. Ralf Niermann, Landrat des Kreises Minden-Lu?bbecke, haben die Planungen am Mittwoch, 9. Mai 2018, im Herforder Kreishaus vorgestellt. Der Kulturentwicklungsplan fu?r die beiden Kreise wird vom Land NRW unterstu?tzt und setzt vor allem auf das Mitwirken der Bu?rgerinnen und Bu?rger.

Das Ziel ist, eine gemeinsame Zukunftsvorstellung des Kulturlebens in der Region zu erarbeiten. Dabei sollen Chancen und Mo?glichkeiten ausgelotet werden, um die Kulturlandschaft weiterzuentwickeln. „Es gibt zwischen den Sta?dten und Gemeinden in den Kreisen Herford und Minden-Lu?bbecke enge Verflechtungen untereinander. Da macht es Sinn, sich gemeinsam Gedanken zu machen und Ideen umzusetzen. Wir ko?nnen zuku?nftig einfacher vorhandene personelle und finanzielle Ressourcen gemeinsam nutzen und eine spu?rbare Breite in die Kulturlandschaft beider Kreise bekommen“, erkla?rt Landrat Ju?rgen Mu?ller.

Bei dieser Kulturentwicklungsplanung ko?nnen alle kulturaktiven Bu?rgerinnen und Bu?rger teilnehmen und sich beteiligen, so sind beispielsweise Workshops geplant. Am 10. Juli 2018 findet in der Stadthalle Lu?bbecke die Auftaktveranstaltung statt, zu der alle Personen, die im Kulturbereich aktiv sind, eingeladen sind (z.B. Sta?dte und Gemeinden, Kulturinitiativen und -vereine, Kultureinrichtungen, Ku?nstlerinnen und Ku?nstler sowie Kunsthandwerkerinnen und Kunsthandwerker und Ehrenamtliche).

„Die beiden Kreise Minden-Lu?bbecke und Herford bilden nicht nur einen gemeinsamen Lebensraum, wir haben auch einen gemeinsamen Kulturraum. Daher freue ich mich u?ber den gemeinsamen Kulturentwicklungsplan, der ein Prozess der Mo?glichkeiten ist. Das Projekt ist zukunftsweisend und bietet einen Mehrwert fu?r uns alle“, sagt Landrat Dr. Ralf Niermann.

Einen besonderen Schwerpunkt im Planungsprozess bildet die Digitalisierung in der Kulturarbeit. Die ersten Schritte im Planungsverfahren sind eine Onlinebefragung und die Entwicklung einer digitalen Kulturkarte der Region. In Webinaren werden die Themen vertieft, die aus der Onlinebefragung als besonders wichtig hervorgehen. Außerdem soll das Tool „Digitalisierungskompass Kultur“ dabei helfen, die Vera?nderungen durch neue Kommunikationstechniken und -gewohnheiten fu?r Kultureinrichtungen, Vereine und Kulturschaffende zu bewa?ltigen - und digitale Mo?glichkeiten fu?r sich zu nutzen.

Als Ergebnis einer Ausschreibung hat das Kulturberatungsunternehmen Richter Beratung Osnabru?ck den Auftrag erhalten, gemeinsam mit den Fachleuten der beiden Kreise den Kulturplanungsprozess zu organisieren. Reinhart Richter kooperiert im Planungsprozess mir Dr. Johann Malcher aus Bad Salzuflen, Dr. Simon Oberthu?r und Bjo?rn Senft von der Universita?t Paderborn.

Fu?r den Kulturplanungsprozess ist die Homepage: www.kulturregion-mi-hf.de eingerichtet worden. Auf dieser Homepage ko?nnen sich interessierte Personen anmelden, um kontinuierlich informiert zu werden. Dort gibt es auch den Zugang zur Onlinebefragung.

(Text: Julia Ollertz – Kreis Herford)

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