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Herzlicher Empfang der Weserflößer am Ziel Minden

Minden -

Herzlicher Empfang der Weserflößer am Ziel Minden

Mit historischer Begleitung der Einwohner*innen aus Mindens Fischerstadt, dem Hansekaufmann und sicherer Unterstützung durch die DLRG-Besatzung erreichen die Weserflößer aus Reinhardshagen mit ihren Gästen am Freitagabend (9. September) nach 205 Flusskilometern ihr Endziel Minden. Dafür, dass das Floß an der Schlagde festmachen kann, hatte sich Sabine Hauptmeier, bei der Stadt Minden für Stadtraumgestaltung und den Empfang der Weserflößer zuständig, eingesetzt. „Gerade für den historischen Nachbau eines Holzfloßes ist der älteste Anlegeplatz für Schiffe in Minden, die Schlagde, genau richtig, um auch auf diesen Stadtraum wieder aufmerksam zu machen“, erklärt die Fachfrau. Daher plante sie die Ankunft in enger Abstimmung mit den Fischerstädtern und Aktionen rund ums Holz. An Land sollte es eine lebendige Mischung aus historisch und modern, für Jung und Alt geben.

Am Samstagmorgen kamen die ersten Besucher zur Besichtigung des Floßes bereits um 10 Uhr, welches sie über eine Treppe an der Kaimauer und einen Holzsteg bequem erreichen können. Viele zeigten sich von der Größe des Floßes in der Draufsicht beeindruckt, berichtet Sabine Hauptmeier. Die Weserflößer erklärten vor allem ihr Anliegen, an die Flößerei, die seit 2014 auch immaterielles Kulturerbe der UNESCO ist, zu erinnern. Das Interesse der Menschen auf der sechstägigen Fahrt mit dem Motto „Regional ist nicht egal“ sei riesig gewesen.

Bei der offiziellen Begrüßung durch die stellvertretende Bürgermeisterin Ulrieke Schulze und dem Bundestagsabgeordneten Achim Post (SPD) konnte der 1. Vorsitzende Eckhard Meyer typische Produkte aus der Weserregion überreichen. Musikalisch wurde der Empfang von den „Margaritkes mit Martin“ begleitet, die wegen der starken Mittagssonne unter einem Zelt Unterschlupf fanden. Mit ihrer Musik trugen sie zu einer fröhlichen Stimmung bei, die auch die Weserflößer begeisterte.

Grundschulkinder konnten kleine Segelschiffchen bauen, die Erwachsenen interessierten sich eher für historische Holzbearbeitungswerkzeuge. Der Hansekaufmann erklärte den Jungflößern die historischen Handelsgüter. Geschicklichkeit war beim Turmbau mit Bauklötzen gefragt. Kleine Stadtführungen wurden genutzt, um sich über die Hafengeschichte zu informieren. Kulinarisch wurden die Besucher mit Bratwurst, Matjes, leckerem Butterkuchen, Kaffee und Kaltgetränken vom Förderverein Sommerbad und dem Verein der Fischerstädter verwöhnt.

Mehrere hundert Besucher aus nah und fern konnten an diesem sonnigen Spätsommertag mit dem Weserfloß an der Schlagde eine andere entspannte Atmosphäre erleben. Den besonderen Abschluss boten die Fischerstädter mit einer Führung durch ihr Quartier. Die Weserflößer zeigten sich sehr beeindruckt von den kleinen, engen Gassen und den historischen Spielszenen. Abgerundet wurde der gemütliche Ausklang mit einem köstlichen Kartoffelpufferessen auf dem Kastanienplatz und mit vielen guten Gesprächen an der Festungsmauer.

Mit besten Erinnerungen verließen die letzten Weserflößer Minden, nachdem das Floß im Getreidehafen auseinandergebaut und das Holz in ein Sägewerk transportiert wurde. Es soll nicht die letzte Reise nach Minden gewesen sein.

(Text: Stadt Minden | Foto: © Sabine Hauptmeier)

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