50 Jahre Welthaus Minden
Minden -

Von der „Jute statt Plastik“-Bewegung bis zu moderner Bildungsarbeit: Das Welthaus Minden feiert sein 50-jähriges Bestehen. Was 1976 als kleiner Laden in der Simeonstraße begann, hat sich zu einer zentralen Institution für fairen Handel und entwicklungspolitisches Engagement in der Region entwickelt. Mit drei besonderen Veranstaltungen lädt das Welthaus in diesem Jahr dazu ein, die „Früchte des Engagements“ zu feiern.
Jubiläumsauftakt am Weltladentag
Den Start macht der Weltladentag am 9. Mai (10 bis 13 Uhr) im Weltladen (Brüderstraße 3). Unter dem Motto „Fair fruchtet“ wird mit fairen Säften auf das Jubiläum angestoßen. Gleichzeitig lenkt das Team den Blick auf kritische Themen: „Am Anfang der Lieferketten von Orangen, Mangos oder Bananen bleibt bei vielen konventionellen Obst-Plantagen oft kaum etwas bei den Produzenten hängen“, betont Hartmut Damke vom Weltladen Minden.
Musik und Politik: Die weiteren Termine
20. Juni, 12:00 Uhr: Bei „Martini um 12“ wird der 25. Geburtstag des „Kaffees für den Mühlenkreis“ gefeiert – mit Verkostung und Live-Musik von White Coffee.
5. Juli: Die offizielle Jubiläumsfeier findet im BÜZ statt. Unter dem Titel „Postwachstum meets feministische Bewegungen im globalen Süden“ kombinieren der Ökonom Niko Paech und die Journalistin Sandra Weiss inhaltliche Impulse mit lateinamerikanischer Musik der Grupo Sal. Restkarten sind auf Anfrage ab Juni unter info@welthaus-minden.de erhältlich. Ermöglicht wird die Veranstaltungsreihe auch durch die finanzielle Unterstützung der Sparkasse Minden-Lübbecke.
Ein Blick zurück und nach vorn
Das Welthaus Minden entstand aus der internationalen Solidaritätsbewegung heraus. Seit Jahrzehnten bilden engagierte - meist weibliche - Ehrenamtliche das Fundament des Hauses. Neben dem fairen Handel wurden politische Kampagnen und Aktionen durchgeführt, so entstanden beispielsweise mit den öffentlichen Wandbildern an verschiedenen Stellen der Stadt, außerschulische Lernorte mit Bezug zu den aktuellen Themen in der Welt.
Heute werden UN-Programme, wie die 17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung (SDG) durch Aktionen und Engagement auf kommunaler Ebene begleitet und Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt. Aktuell beteiligt sich das Welthaus am Projekt „Demokratie weltweit gestalten“: Rund um das Begegnungszentrum Bärenkämpen sollen dazu in der Woche vom 26.-29. Mai 2026 verschiedene Aktionen durchgeführt werden, um einerseits für Demokratie zu sensibilisieren und andererseits zum Gespräch und Mitwirken einzuladen.
„Damit unsere Arbeit zukunftsfähig bleibt, sind wir auf neue Engagierte angewiesen“, betont die Eine-Welt-Regionalpromotorin Wiebke Schu. Ob im Verkauf, bei der Orangenaktion „SOS Rosarno“ oder in Kampagnen – das Welthaus bleibt ein Ort des Mitwirkens. Aktuelle Projekte zeigen, dass die Themen des Welthauses heute aktueller sind denn je.
Quelle: Welthaus Minden
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