Aus Liebe zur Mama
Minden -

Zusammen mit der nachfolgenden Geschäftsinhaberin des Friseursalons Elke Schelp (3.v.l.), die den Salon zum Jahreswechsel übernommen hat, übergab Jasmin Bärens (2. V.r.) die Spende bei einem Besuch im Klinikum an Dr. Kai Wille, leitender Oberarzt der Onkologie, Claudia Bahl, Erzieherin auf der Station E22 und Professor Bernhard Erdlenbruch, Direktor der Kinder- und Jugendmedizin am Johannes Wesling Klinikum (r. außen).
Mit einer Spende von 5.000 Euro, die zur Hälfte an die Kinderklinik und zur anderen Hälfte an die Palliativstation im Johannes Wesling Klinikum in Minden ging, erinnert Jasmin Bärens an ihre kürzlich verstorbene Mutter Karin Funhoff und setzt deren lebenslanges und langjähriges Engagement fort.
Karin Funhoff hat sich über Jahrzehnte privat, wie auch als Unternehmerin mit ihrem gleichnamigen Mindener Friseursalon für soziale Projekte eingesetzt. Sie war selbst Patientin auf der Palliativstation, wo sie im vergangenen Jahr nach einer Krebserkrankung verstarb. „Ich möchte mit dieser Spende meinen Dank dafür ausdrücken, dass meine Mutter und auch wir als Angehörige in dieser schweren Zeit medizinisch aber auch menschlich so gut betreut wurden“, sagt Jasmin Bärens.
Zusammen mit der nachfolgenden Geschäftsinhaberin des Friseursalons Elke Schelp, die den Salon zum Jahreswechsel übernommen hat, übergab Jasmin Bärens die Spende bei einem Besuch im Klinikum an Dr. Kai Wille, leitender Oberarzt der Onkologie, Claudia Bahl, Erzieherin auf der Station E22 und Professor Bernhard Erdlenbruch, Direktor der Kinder- und Jugendmedizin am Johannes Wesling Klinikum.
„Ich habe die verstorbene Patientin während ihres Aufenthalts auf der Station als eine sehr engagierte, warmherzige und unserem Klinikum eng verbundene Frau kennengelernt. Für die großzügige Spende sind wir sehr dankbar und werden sie bewusst als bleibendes Andenken an Frau Funhoff auf der Palliativstation einsetzen“, so Dr. Kai Wille, leitender Oberarzt der Onkologie.
Die Spendensumme kam auf besondere Weise zusammen: Anstelle von Blumen und Geschenken baten die Angehörigen im Rahmen der Trauerfeier um eine Geldspende. Zusätzlich floss der Erlös aus der Haushaltsauflösung ihrer Mutter in den Spendenbetrag ein. Aber auch bei einer Spendensammlung im Friseursalon, den Karin Funhoff seit 1987 in Minden führte, kam einiges an Spenden zusammen.
Die Verstorbene war der Klinik über viele Jahre eng verbunden. Insbesondere die Kinderklinik lag ihr sehr am Herzen. Neben regelmäßigen Geldspenden engagierte sie sich auch persönlich, etwa bei Aktionen für die jungen Patientinnen und Patienten – unter anderem beim gemeinsamen Pizza-Backen. „Sie war ein Herzensmensch und hatte immer ein offenes Ohr für andere, besonders für Kinder“, erinnert sich ihre Tochter, die mit ihrer Familie in Münster lebt.
„Wir sind der Familie sehr dankbar für diese besondere Spende. Frau Funhoff lag unsere Kinderklinik über viele Jahre sehr am Herzen und sie hat sich mit viel Herzblut für unsere kleinen Patientinnen und Patienten eingesetzt. Ich selbst durfte sie über mehr als 20 Jahre kennen – nicht nur durch ihr Engagement, sondern auch persönlich. Frau Funhoff war ein außergewöhnlicher Mensch, der anderen stets mit Aufmerksamkeit und Wärme begegnete. Ihr Engagement und ihre Herzlichkeit werden uns in Erinnerung bleiben“, sagt Professor Dr. Bernhard Erdlenbruch, Direktor der Kinder- und Jugendmedizin am Johannes Wesling Klinikum.
Mit der Spende möchte die Familie nicht nur an die Verstorbene erinnern, sondern auch ein Zeichen der Wertschätzung für die Arbeit der Mitarbeitenden am Johannes Wesling Klinikum setzen. „Es war uns wichtig, etwas zurückzugeben und ihr Engagement weiterzuführen“, so die Tochter Jasmin Bärens. „Meine Mutter hat sich hier immer sehr wohlgefühlt und war dankbar für die Arbeit, die in der Klinik – und besonders auf der Palliativstation – geleistet wird“, ergänzt sie. „Sie war ein Herzensmensch und wollte immer etwas zurückgeben. Mit dieser Spende möchte ich ihr Engagement weiterführen und mich gleichzeitig von Herzen für die liebevolle Betreuung bedanken.“
Wer auch etwas Gutes tun, sich bei einer Station bedanken oder einfach nur helfen möchte, wo gerade dringend Hilfe benötigt wird, kann dies sehr gerne unter www.muehlenkreiskliniken/spende.
Quelle und Foto: MKK
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