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Azubis in Minden-Lübbecke wählen ihr 'Sprachrohr zum Chef'

Minden-Lübbecke -

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Daumen hoch für die junge Stimme im Job: Azubis im Kreis Minden-Lübbecke können ab sofort ihren „Junior-Betriebsrat“ wählen. Die Jugend- und Auszubildenden-Vertretung (JAV) ist ein „starkes U25-Sprachrohr im Betrieb“, so die IG BAU Ostwestfalen-Lippe. Die Wahlen laufen noch bis Ende November. Foto: IG BAU, Tobias Seifert

Die Möglichkeit nutzen, um im Betrieb mitzureden: Auszubildende und junge Beschäftigte im Kreis Minden-Lübbecke können ab sofort ihren „Junior-Betriebsrat“ wählen. Es handelt sich hierbei um die Jugend- und Auszubildendenvertretung (kurz: JAV). Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) ruft dazu auf, an die Wahlurnen im Betrieb zu gehen: „Auszubildende und Jugendliche sollten unbedingt ihr JAV-Team wählen. Es geht darum, eine starke Stimme für Auszubildende zu haben. Die JAV ist das Sprachrohr der jungen Menschen in Betrieben und Verwaltungen. Sie ist der direkte Draht zur Chefetage und somit ein wichtiger Problemlöser, wenn es im Betrieb einmal hakt“, sagt die Vorsitzende der IG BAU Ostwestfalen-Lippe, Sabine Katzsche-Döring. Die Wahlen zum „jungen Betriebsrat“ laufen noch bis Ende November.

„Jugendliche haben einfach eine andere Perspektive auf den Betrieb. Sie bringen frische Ideen und können dem Betriebsalltag neue Impulse geben. Hier spielt die JAV eine wichtige Rolle, denn sie hat quasi eine direkte Verbindung zur Geschäftsführung“, so Sabine Katzsche-Döring. Die JAV sei zudem ein bedeutendes Instrument für junge Beschäftigte im Kreis Minden-Lübbecke, um ihre eigenen Interessen durchzusetzen: „Von der besseren Betreuung der Auszubildenden im Betrieb bis hin zum neuen Tablet für die Ausbildung – ein Jugend-Betriebsrat kann viel bewegen. Auch individuelle Probleme werden von der JAV angegangen – von unbezahlten Überstunden bis zur Nachhilfe beim Lernen für die Berufsschule“, sagt Claudia Praetorius von der „Jungen BAU“, der Nachwuchsorganisation der Gewerkschaft.

Aktuell gibt es im Kreis Minden-Lübbecke rund 7.300 Auszubildende – etwa 290 von ihnen sind in der Baubranche tätig, so die IG BAU Ostwestfalen-Lippe. Die Gewerkschaft beruft sich dabei auf Zahlen der Arbeitsagentur. Eine Interessenvertretung kann jeder, der in einem Betrieb arbeitet, in dem es mindestens fünf Jugendliche oder Auszubildende und bereits einen Betriebsrat gibt. Stimmberechtigt sind alle Beschäftigten unter 18 Jahren sowie alle Auszubildenden. Für die JAV-Wahlen kandidieren können alle Auszubildenden und alle Beschäftigten unter 25 Jahren.

Mehr Informationen rund um die Wahl gibt es im Internet unter www.jav-portal.de. Auszubildende aus den Branchen der IG BAU, die einen „Nachwuchs-Betriebsrat“ gründen möchten oder Hilfe bei der Wahl benötigen, können sich an Claudia Praetorius, die Bundesjugendsekretärin der IG BAU, wenden: jungebau@igbau.de

Quelle: Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt, Bezirksverband Ostwestfalen-Lippe

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