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Die Wirtschaft in OWL läuft und läuft und läuft

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Die Wirtschaft in OWL läuft und läuft und läuft

Die Konjunktur in Ostwestfalen kennt seit einigen Umfragen nur eine Richtung: nach oben. Zu diesem Ergebnis kommt die Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld (IHK) in der Auswertung ihrer Herbstkonjunk-turumfrage, an der sich 1.721 Unternehmen mit 143.375 Beschäftigten aus Industrie, Handel und Dienstleistungen beteiligten. „Die Zufriedenheit mit der momentanen Geschäftslage ist nochmals gestiegen und auch die Geschäftserwartungen für die kommenden zwölf Monate bleiben stabil“, betonte IHK-Präsident Wolf D. Meier-Scheuven heute (27.09.2017) bei der Vorstellung der Ergebnisse.

Der Konjunkturklimaindikator, der die momentane Lageeinschätzung der Betriebe mit ihren Erwartungen in Relation setzt, ist für die gesamte Wirtschaft in Ostwestfalen - inklusive Handel und Dienstleistung - gegenüber dem Frühjahr von 133 auf aktuell 137 Punkte gestiegen und nur für die Industrie von 134 auf 141.

66 Prozent der befragten Industriebetriebe bezeichnen ihre aktuelle Geschäftslage als „gut“ (Frühjahr: 58 Prozent) und wie im Frühjahr nur vier Prozent als „schlecht“. Auch die Erwartungen an die kommenden 12 Monate bleiben im Saldo deutlich positiv: 28 Prozent der Unternehmen gehen von einer Verbesserung der Geschäftslage aus (Frühjahr: 26 Prozent), fast 68 Prozent von einer gleichbleibenden Lage und lediglich fünf Prozent (Frühjahr: 9 Prozent) gehen von einer Verschlechterung der Geschäftslage aus.

Meier-Scheuven: „Unter den Risiken für die weitere wirtschaftliche Entwicklung hat der Fachkräftemangel mit den größten Sprung gemacht. Aktuell halten 47 Prozent der Unternehmen den Fachkräftemangel für ein Risiko für die weitere wirtschaftliche Entwicklung. Im Frühjahr waren dies 33 Prozent und im Herbst 2015 „nur“ 17 Prozent. Hier ist zwar erkennbar viel Bewegung in den Zahlen, am Arbeitsmarkt für geeignete Fachkräfte aber leider nicht. Offenbar haben Unternehmen zunehmend Probleme, Stellen zu besetzen und sogar in Einzelfällen zusätzliche Aufträge mangels Personal anzunehmen.“

Ebenfalls auf hohem Niveau blieben die Einschätzungen zu den Risiken der wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen (51 Prozent) und der Arbeitskosten (49 Prozent). Risiko Nr. 1 seien mit 60 Prozent Nennungen die Rohstoffpreise. „Trotz aller Risiken denken viele Betriebe nicht nur über Personaleinstellungen nach, sondern wollen auch in den kommenden 12 Monaten ihre Investitionen steigern“, betonte IHK-Präsident Meier-Scheuven.

Nach Angaben von IHK-Hauptgeschäftsführer Thomas Niehoff stieg der Gesamtumsatz des Verarbeitenden Gewerbes von Januar bis einschließlich Juli 2017 in Ostwestfalen um 4,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 24,6 Milliarden Euro (NRW: +6,1 Prozent; Bund: + 5,6 Prozent). Dabei nahmen sowohl die Inlandsumsätze (+3,4 Prozent) als auch die Auslandsumsätze (+6,5 Prozent) zu (NRW: Inland +5,1 Prozent, Ausland +7,4 Prozent; Bund: Inland +4,6 Prozent, Ausland +6,6 Prozent). Die Exportquote beträgt aktuell 38,4 Prozent in Ostwestfalen. Die Zahl der Beschäftigten in der ostwestfälischen Wirtschaft wuchs um 3,8 Prozent auf 160.470 an (NRW: +0,6 Prozent, Bund: +1,3 Prozent).

(Text: IHK | Foto: Archiv)

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