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Entwicklungsflächen für die Zukunft dringend benötigt

OWL -

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Präsentierten die Studie "Flächen für die Zukunft": Thomas Niehoff, IHK-Hauptgeschäftsführer Ostwestfalen, Jenny Krumov, Referentin Verkehr und Planung IHK Lippe, Harald Grefe, stv. IHK-Hauptgeschäftsführer Ostwestfalen, Axel Martens, IHK-Hauptgeschäftsführer Lippe, Lena Strothmann, Präsidentin Handwerkskammer OWL, Wolfgang Borgert, Stv. Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer OWL, und Wolf D. Meier-Scheuven, IHK-Präsident Ostwestfalen (v.l.)

Ostwestfalen-Lippe will wirtschaftlich weiter deutlich wachsen. Das geht aus dem Fachbeitrag der Wirtschaft zum Regionalplan OWL 2035 hervor. Das Werk trägt den Titel „Flächen für die Zukunft“. Wolf D. Meier-Scheuven, Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Ostwestfalen zu Bielefeld, Ernst-Michael Hasse, Präsident der IHK Lippe zu Detmold, und Lena Strothmann, Präsidentin der Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld, stellten den Fachbeitrag heute (11.01.2018) in der IHK in Bielefeld vor.

Wolf D. Meier Scheuven berichtete, die neue NRW-Landesregierung wolle im sogenannten Entfesselungspaket II einzelne Regelungen des noch von der Vorgängerregierung beschlossenen Landesentwicklungsplanes modifizieren und wirtschaftsfreundlicher gestalten. „Er gibt der Region Ostwestfalen-Lippe dann hoffentlich die Entwicklungsspielräume, die wir brauchen“, sagte der Präsident der IHK Ostwestfalen. Das gelte für Betriebserweiterungen, Flächenangebote und die Entwicklung des Flughafens Paderborn-Lippstadt. „Die Kammern begrüßen dies ausdrücklich“, so Meier-Scheuven. Der Regionalplan setze dann die Entwicklungsziele und Vorgaben der Landesplanung auf OWL um. Hier gehe es um konkrete Flächen und Standorte. Neben der Industrie benötigten der Handel und die Dienstleister Flächen für ihre Weiterentwicklung. Der Fachbeitrag sei insbesondere den Herausforderungen der Zukunft wie der Digitalisierung und der Logistik in Bezug auf die Flächenentwicklung in OWL gewidmet.

Ernst-Michael Hasse unterstrich, gewerbliche und industrielle Entwicklung brauche Raum, Unternehmen müssten sich fortlaufend entwickeln können. „Die Innovationsregion OWL ist auf positive Unternehmensentwicklung angewiesen und muss entsprechende Voraussetzungen – Stichwort Flächenverfügbarkeit – schaffen“. Dafür sei die Ausweisung marktfähiger Flächen notwendig, denn derzeit stünden ausgewiesene gewerblich-industrielle Flächen oft für eine wirtschaftliche Nutzung nicht zur Verfügung. Darüber hinaus gebe es im Gegensatz zu Rhein und Ruhr in den OWL-Kommunen eher kleinteilige, weniger günstig gelegene Brachflächen, die vielfach wegen Beschaffenheit, Erschließung und Zuschnitt nur bedingt für wirtschaftliche Nutzungen geeignet seien. „Wichtig ist deshalb eine realistische Brachflächen- und Altstandortpolitik. Ein Ersatz für Neuausweisungen können solche Flächen sowieso nicht sein“, mahnte der Präsident der IHK Lippe. Zudem sei es erforderlich, Anreize für regionale Kooperationen bei der Ausweisung von Gewerbeflächen zu stärken. „Sie können aber nicht verordnet werden, sondern müssen von unten wachsen, um erfolgreich zu sein. Kooperationen dürfen auch nicht als Voraussetzung für raumbedeutsame Planungen gemacht werden“, betonte Hasse.

Lena Strothmann sieht vor allem die Erhaltung kleinteiliger, nutzungsgemischter Stadt- und Ortsteilzentren als wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen und sozialen Stabilität der Städte und Gemeinden. Bäcker, Fleischer, Friseure, Schuhmacher, Textilreiniger, Augenoptiker und viele andere Handwerker sind nach Auffassung der Präsidentin der Handwerkskammer OWL unverzichtbar für die Lebendigkeit von Stadt- und Ortszentren und die ortsnahe Versorgung der Bevölkerung. „Die Handwerker um die Ecke sichern viele qualifizierte und wohnortnahe Arbeits- und Ausbildungsplätze", erklärte sie.

Der zweibändige Fachbeitrag – ein Ergänzungsband beinhaltet Kommunalprofile mit Flächendaten, Fakten und Empfehlungen für alle Städte, Gemeinden und Kreise in OWL - wird in den nächsten Tagen an Entscheidungsträger in OWL versandt und ist kostenlos bei den drei Kammern erhältlich. Zudem kann er im Internet unter www.ostwestfalen.ihk.de, www.detmold.ihk.de sowie www.handwerk-owl.de eingesehen werden.

(Text und Foto: IHK)

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