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Hocherhobenen Hauptes vom Feld gegangen

Minden -

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Mit fortlaufender Saison kann sich Darrius Sample immer besser in Szene setzen. Ein Verdienst von Offense-Coordinator Zack Cavanaugh. Foto: Minden Wolves 

Die Minden Wolves haben ihr Nahziel, hocherhobenen Hauptes das Feld im Grotenburg-Stadion in Krefeld zu verlassen, erreicht. Ein Sieg beim ungeschlagenen Tabellenführer der GFL2 Nord war zwar von vornherein als utopisch eingestuft worden, angesichts der klaren Überlegenheit der Ravens im bisherigen Saisonverlauf war es das Vorhaben des Wolfsrudels, die Niederlage in Grenzen zu halten. Und anders als im Hinspiel in Minden (0:47) zog sich das Team von Headcoach Phil Gamble beim 18:48 (0:7, 0:20, 6:7, 12:14) sehr achtbar aus der Affäre.


„Auch wenn man nach Niederlagen eigentlich nie zufrieden sein sollte, so gilt das sicherlich nicht für das Gastspiel bei diesem in der Liga übermächtigen Gegner“, stufte Ulrich Grünwald als Vorstandssprecher der Wolves die Vorstellung seines Teams ein. 
Unterstützung bekam er vom Vereinspräsidenten der Ravens, Dino Volpe: „Minden hat nicht gespielt wie ein Absteiger. Gerade die Offense der Wolves hat sich gegenüber den ersten Saisonspielen erheblich gesteigert. Da ist die Handschrift von Zack Cavanaugh deutlich zu sehen. Mit dieser Leistung zu Saisonbeginn wäre Minden sicherlich nicht in die aktuelle Situation geraten. Sie verfügen eindeutig über das Zeug, in der GFL2 zu spielen und mitzuhalten.“
Keinem Team in der 2. Bundesliga gelang es bislang weniger als 41 Punkte gegen Krefeld zu kassieren. Selbst Vizemeister Rostock Griffins, aktuell Tabellenzweiter, kam beim 21:41 noch gut davon, weil die Ravens im zweiten Abschnitt den Fuß vom Gaspedal nahmen.

Daher kamen die „Wölfe“ recht glimpflich davon. Von einem Debakel keine Spur. Das erste Viertel ging zwar mach einem Touchdown nach Pass von Ravens-Quarterback Christian Arrambide auf den Australier Mitchel Sawyer und dem erfolgreichen PAT von Dennis Storm, der auch alle anderen Zusatzpunkte sicher verwandelte, brachten den Favoriten zwar schnell mit 7:0 in Front, die Gamble-Schützlinge hielten aber gut dagegen und ließen in ersten Viertel nichts mehr zu. Sie hatten sogar Pech, dass ein Catch von Willie Fedd knapp neben der Endzone erfolgte.

Und das fehlende Glück, dass sich bei den Wolves wie ein roter Faden durch die gesamte Saison zieht, verhindert im zweiten Viertel den Anschluss. Drei Versuche in der Redzone wurden gestoppt, es blieb der Fieldgoalversuch. Doch der von Tobias Pauls getretene Ball knallte an den Goalpost.
Irgendwie bezeichnend, dass die Mindener Offense bis in die gegnerischen „20“ immer wieder sehr gute Ansätze zeigt, dann aber aus besten Positionen zu selten Kapital daraus schlägt.
Anders die Hausherren, die im zweiten Viertel einen Flow hatten und zu drei Endzonenbesuchen durch den Schweizer Leroy Rümmeli, Jonas Thees und Jakob Bojko kamen und somit mit einem 27:0 in die Halbzeit gingen. Angesichts einer engagierten und in der Offense guten Leistung ein Ergebnis, dass den Mindenern nicht ganz gerecht wurde.

Aber gerade die Zwei-Meter-Receiver Sawyer und Rümmeli spielten ihren Größenvorteil insbesondere gegen die mindestens einen Kopf kleineren Mindener Defensive Backs Luke Mazurovicz und Benji Barnes gekonnt aus.

Trotz des deutlichen Rückstandes war nicht alles schlecht, was die Gäste auf den Rasen brachten. Zwar war die Defense zu häufig nur zweiter Sieger, dafür aber hatte Zack Cavanaugh Quarterback Darrius Sample und seine Nebenleute sehr gut eingestellt. Nur die Punkte fehlten halt.

Die Abwehrprobleme spiegelten sich auch im Ballbesitz wieder, der auf Mindener Seite fast doppelt so hoch war wie bei den Hausherren. Sie marschierten aufgrund ihrer Klasse in der Offensive eben schneller über das Feld. 21 von 26 Pässen von Quarterback Arrambide fanden dabei einen eigenen Mann als Abnehmer.

Nach der Pause konnten sich die Gäste für ihre engagierte Offensivleistung belohnen, als nach einem abgefangenen Ball durch Benji Barnes ein Pass von Darrius Sample Willie Fedd erreichte, der das Scoreboard im Gegensatz zum Hinspiel nicht gänzlich leer ließ. Der PAT von Tobi Pauls verfehlte sein Ziel knapp. 

Aber immer dann, wenn es darauf ankam, antwortete Krefelds bärenstarke Offense. Diesmal erhöhte Sawyer mit seinem zweiten Catch in der Endzone. So ging das dritte Viertel aus Wolves-Sicht „nur“ mit 6:7 verloren.

Minden hatte aber Blut geleckt. Und so war der Jubel im letzten Quarter riesengroß, als Willie Fedd erneut einen Sample-Pass zum Touchdown fing. Diesmal versuchte man es mit einer Two-Point-Conversion, die aber zu ungenau gespielt wurde und misslang. Als wenn Krefeld gereizt worden wäre, ließen sie die passende Antwort unmittelbar folgen, als Quarterback Arrambide selbst ins gelobte Land lief. Damit führten die Gastgeber Mitte des Abschlussviertels mit 40:12.
Als Fabrice Steinbach, der als Receiver zum Einsatz kam, gut zehn Yards vor der Endzone einen langen Pass fing, befanden sich die Wolves erneut in vielversprechender Position. Diesmal kam der Ball zu Tobias Pauls, der mit Köprereinsatz einen „Störenfried“ abschüttelte und in die Endzone lief. Sein erster Touchdown in dieser Saison. Und die Freude bei seinen Mitspielern und Coaches war groß.
Damit war das Punktespektakel aber noch nicht beendet. Andre Fritsch und der sechste erfolgreiche Storm-PAT sorgten für den 48:18-Endstand für den Topfavoriten. Die Wolves waren nach dem Schlusspfiff aber keinesfalls unzufrieden und nehmen wichtigen Rückenwind für das entscheidende Duell am kommenden Samstag gegen Rostock mit.

Quelle: Minden Wolves

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