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Landrat unterwegs

Minden-Lübbecke -

Die Liste der Referenzen von ZERO-LACK ist lang - sogar die Siegessäule in Berlin hat einen Anstrich der Bad Oeynhausener Firma. Über den Betrieb informierte sich jetzt Landrat Dr. Ralf Niermann gemeinsam mit dem Leiter der Wirtschaftsförderung des Kreises, Oliver Gubela, bei einem seiner Unternehmensbesuche.

Landrat Unterwegs"Wir produzieren für den Profi-Malerbereich in Deutschland, unsere Produkte gibt es also nicht im Baumarkt", sagt Inhaber und Geschäftsführer Marcus Fischerbock. Das Unternehmen bedient die Märkte Deutschland, EU, aber auch Russland und China. ZERO-LACK ist Vollsortimenter; das Angebot reicht von Lacken und Lasuren zu Grundierungen, Fassaden- und Innenfarben, dazu gehören aber auch Putze, Spachtelmassen, Bodenbeschichtungen, Brandschutz, Wärmedämmverbundsysteme und Schiffsfarben. Meistens geht es um Renovierungen, das Neubaugeschäft hat nur einen Anteil von 15 Prozent. Hinzu kommen aber auch Innenanstriche für Kreuzfahrtschiffe - wie etwa die AIDA-Baureihe - oder Brandschutzbeschichtungen. Diese verlängern die Zeit, die der Feuerwehr bleibt, um in Gebäuden Menschen zu retten.

Ursprünglich stammt das Unternehmen aus Vlotho. "Mein Vater hat ZERO-LACK 1960 dort gegründet – in einer Garage", so Fischerbock. "Der Name ZERO-LACK ist entstanden, weil mein Vater sozusagen bei Null angefangen hat. Und seither sind wir sukzessive immer gewachsen. 1978 hatte sich der Betrieb so stark vergrößert, dass wir komplett hierher nach Bad Oeynhausen in das damals neue Industriegebiet auf der Lohe umgezogen sind." Aktuell hat das Unternehmen über 130 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon mehr als 30 im Außendienst. Dort, wo es keine Groß- und Fachhandelspartner gibt, hat ZERO-LACK mittlerweile mit den ZERO Profi-Malermärkten eigene Verkaufsniederlassungen. Landrat Dr. Niermann erkundigte sich auch nach der Ausbildungssituation. Fischerbock: "Wir bilden regelmäßig im kaufmännischen Bereich, in der Logistik und der Produktion aus und darüber hinaus nach unserem absehbarem Bedarf, denn wir wollen möglichst immer alle übernehmen. Bei uns ist die Ausbildung vielseitig. Unsere Leute brauchen nicht nur chemisches Fachwissen, Sie müssen auch Maschinen bedienen können, sich also in Elektrotechnik und Maschinenbau auskennen."

Die Kunden sind vor allem Maler- und Stukkateurbetriebe und sie sollen sich auf die Produkte verlassen können: "Die TÜV-Zertifizierung ist im Profigeschäft ein Muss," so Fischerbock. Auch das über die Jahre gewachsene ökologische Bewusstsein hat Einfluss auf die Produkte. Die werden fast jährlich den zeitgemäßen Anforderungen angepasst, zum Beispiel wenn es einen neuen Rohstoff gibt oder das EU-Recht andere Zusammensetzungen vorsieht. Vertriebsleiter Rainer Virchow fügt hinzu: "Für uns ist auch der Service immens wichtig. Innerhalb von Deutschland garantieren wir eine Lieferung über Nacht!"

Dr. Niermann und Oliver Gubela zeigten in dem Gespräch auch Unterstützungsmöglichkeiten des Kreises Minden-Lübbecke auf. So stellte Gubela Instrumente der Wirtschaftsförderung des Kreises vor. Die Verfahrenskoordinatorin des Kreises unterstützt zum Beispiel Unternehmen bei Absprachen mit Behörden oder wenn es darum geht, die richtigen Ansprechpartner im Kreis zu finden. Zurzeit richtet der Kreis außerdem einen Unternehmensservice an der Schnittstelle zwischen Amt pro Arbeit - Jobcenter Kreis Minden-Lübbecke und der Wirtschaftsförderung ein. Damit sollen passende Angebote für Arbeitssuchende auf der einen und Anforderungen der Unternehmen auf der anderen Seite zusammengebracht werden. (Text und Fotos: Kreis Minden-Lübbecke)

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