Mobilitätsmanagement ist auf einem guten Weg
Bad Oeynhausen -

Die Fahrradstraße im Bereich Allensteiner Straße ist auffällig markiert. Das dient auch der Verkehrssicherheit. Davon überzeugten sich vor Ort (v. l.): Jan-Martin Müller, Heiko Appelbaum, Finja Heinisch. Foto: Stadt Bad Oeynhausen/Lisa-Marie Wachramejew.
Die Stadt Bad Oeynhausen ist, wie alle Kommunen im Kreis Minden-Lübbecke, Mitglied im Zukunftsnetz Mobilität NRW (ZNM). Das landesweite Netzwerk setzt sich für eine klimafreundliche, sichere und bezahlbare Mobilität ein. Drei regionale Koordinierungsstellen betreuen die Mitglieder vor Ort. Sie sind jeweils bei den Verkehrsverbünden oder Zweckverbänden der Region angesiedelt, um das regionale Wissen und bestehende Netzwerke optimal zu nutzen. Im Bereich Westfalen-Lippe ist das der Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL).
Die Kommunalberatung ist ein wesentliches Element des ZNM. Heiko Appelbaum ist hier als Kommunalberater für die Stadt Bad Oeynhausen zuständig und hat sich jetzt bei einem Besuch vor Ort über aktuelle Projekte informiert.
Seine direkte Ansprechpartnerin bei der Stadt ist die Mobilitätsmanagerin Finja Heinisch. Sie präsentierte die jüngste Entwicklung im Bereich Radverkehr. „Unser Augenmerk liegt auf der Verbesserung der Infrastruktur. Dazu zählen die Einrichtung von Fahrradstraßen und die Optimierung der Abstellmöglichkeiten“, sagt Finja Heinisch.
Fahrradstraßen werden aktuell in vielen nordrhein-westfälischen Kommunen eingerichtet. Dabei ist die Sichtbarmachung eine Herausforderung. Neben der üblichen Beschilderung setzt Bad Oeynhausen auf großflächige, rote Bodenmarkierungen samt auffälligen Piktogrammen. „Die Fahrradstraße im Bereich Schwarzer Weg – Allensteiner Straße bis zur Dr.-Walther-Kronheim-Brücke über die Werre ist vorbildlich gestaltet“, sagt Heiko Appelbaum. „In der Fortführung durch den Sielpark gibt es hier eine attraktive Wegeverbindung in Richtung der Stadtachse und die Nachbarkommune Löhne. An derart guten Umsetzungen können sich andere Netzwerk-Kommunen orientieren.“
Dies ist nur ein Beispiel für erfolgreiche Projekte des Bereiches Infrastrukturmanagement der Stadt. Bereichsleiter Jan-Martin Müller machte im Rahmen des Treffens deutlich, „dass auch die Verkehrssicherheit ein wesentlicher Aspekt bei der Aufteilung von Straßenräumen“ sei. Fahrradstraßen würden in diesem Kontext an Akzeptanz gewinnen.
Das ZNM berät die Mitgliedskommunen zu unterschiedlichsten Mobilitätsthemen, wie etwa Betriebliches Mobilitätsmanagement und Vernetzte Mobilität, zu der diverse Sharing-Angebote gehören. Mikromobilität steht derzeit im Fokus. Dazu zählen private E-Tretroller, die zunehmend im öffentlichen Raum auftauchen. „Diese Verkehrsmittel sind in Bad Oeynhausen vermehrt zu sehen und wir haben die Auswirkungen im Blick“, sagt Finja Heinisch.
Der Austausch mit Heiko Appelbaum liefert dabei wichtige Impulse. Er bereitet den Weg zu anderen Mitgliedskommunen im ZNM. Die Vernetzung sei schließlich ein wesentlicher Aspekt des durch das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein‑Westfalen geförderten Netzwerkes.
Quelle und Foto: Stadt Bad Oeynhausen
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