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Neues Bienenhaus am Kreisgarten auf Gut Nordholz

Minden -

Neues Bienenhaus am Kreisgarten auf Gut Nordholz

Foto: (v.l.) Landrat Dr. Ralf Niermann, Imker Reinhard Jäger (2.v.l.), Dr. Beatrix Wallberg (Leiterin des Umweltamtes), Andrej Fischer (Imkerverein Todtenhausen e.V.) Und der ehemaliger Leiter der Unteren Naturschutzbehörde im Umweltamt Michael Geissler. Foto: Frank Marske

Bienen sind nicht nur Lebewesen, die wohlschmeckenden Honig produzieren. Ihnen kommt für unser Ökosystem auch eine äußerst wichtige Aufgabe zu. Im Sinne der Umweltbildung hat die untere Naturschutzbehörde des Kreises Minden-Lübbecke jetzt am Kreisgarten auf Gut Nordholz ein neues Bienenhaus errichtet, dass jetzt offiziell eingeweiht wurde. Ziel der Initiative Bienenhaus ist es, das gesamte Spektrum des Themas „Bienen und Imkerei“ in die Öffentlichkeit zu rücken um darauf aufmerksam zu machen, dass Imkerei und Naturschutz in einem engen Zusammenhang stehen.

„Das Projekt Bienenhaus stärkt die biologische Vielfalt im Kreis Minden-Lübbecke“, sagte Landrat Dr. Ralf Niermann während der offiziellen Einweihungsveranstaltung. Er betonte auch, dass das Konzept der Zusammenarbeit des Imkereivereins Todtenhausen e.V. und der Biologischen Station vor Ort eine große Bereicherung darstelle. Mit dem Imkerverein Todtenhausen e.V. stehe dem Kreis ein engagierter Kooperationspartner zur Seite, der das Bienenhaus zukünftig betreiben werde. Dies unterstrich auch die Leiterin des Kreis-Umweltamtes, Dr. Beatrix Wallberg, die darauf verwies, dass das Projekt von großer Bedeutung für den Mühlenkreis sei.

Wie wichtig die bekannten Honigbienen und die seltenen Wildbienen für uns sind, machte auch Diplom-Biologin Karin Bohrer in ihrem Vortrag deutlich. Sie erklärte, dass neben der Honigbiene ein besonderes Augenmerk auf die Wildbienen gelenkt werden sollte. Diese seien in Deutschland stark gefährdet und unterlägen dem Artenschutzrecht.

Ein weiterer Programmpunkt der Einweihungsveranstaltung war die Besichtigung des neuen Bienenhauses, in dem zukünftig mehrere Bienenvölker untergebracht werden. Mit großem Interesse besichtigten die Gäste aus den Bereichen Politik, Verwaltung und Naturschutz das neue Gebäude. Dem Architekten Wolfgang Riesner ist es hier gelungen eine Gebäudeform in bienengerechter Holzbauweise zu planen, die zum Landschaftsbild passt. Durch das feste Gebäude besteht künftig ein guter Witterungsschutz für die Bienenkästen. Außerdem können im Haus viele Geräte und Teile untergebracht werden, die zur Bearbeitung erforderlich sind. Neben dem neu entstandenen Bienenhaus wurden auch drei kleine Räume in der Scheune renoviert. Dort ist zukünftig eine Ausstellung rund um die Honigproduktion zu sehen.

(Text: Kreis Minden-Lübbecke)

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