Portrait des Fachbereichs Tasteninstrumente der Musikschule
Bad Oeynhausen -

Foto: Musiklehrer Michael Ihlefeld mit seinen Schülerinnen Alexandra (vorne) und Antonia am Flügel im Saal der Musikschule.
Sobald sich irgendwo Menschen um ein Klavier versammeln, dauert es nicht lange, bis der Flohwalzer gespielt wird. Das volkstümliche Stück gilt als sehr einfach zu lernen und ist daher auch für Ungeübte schnell zu beherrschen. Für manche Schüler der städtischen Musikschule war es vielleicht der Einstieg in die Welt des Klavierspielens.
Der Fachbereich Tasteninstrumente ist der größte Fachbereich der Musikschule. Neben dem Klavier umfasst er die Ausbildung am Keyboard, der Melodika, dem Cembalo und dem Akkordeon. Fachbereichsleiter ist der Musiklehrer Michael Ihlefeld, der mit 36 Dienstjahren auch der dienstälteste Mitarbeiter der Musikschule an der Dr.-Louis-Lehmann-Straße ist. Ihlefeld studierte an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover sowie an der Hochschule für Musik in Detmold. Viele seiner Schüler haben in den vergangenen Jahren an Wettbewerben teilgenommen und dabei mehr als 70 Preise gewonnen. „Besonders stechen da sicher die Geschwister Jeanette und Sabrina Gründling heraus, die 1999 den ersten Preis beim internationalen Steinway-Wettbewerb in Hamburg gewonnen haben“, blickt Michael Ihlefeld auf zwei seiner Schülerinnen zurück.
Der Gewinn von Wettbewerben stehe beim Musikunterricht aber nicht an erster Stelle. „In erster Linie geht es darum, bei den Schülern die Liebe zur Musik zu entfachen“, sagt Ihlefeld. „Schön ist es, wenn wir durch den Musikunterricht eine lebenslange Verbundenheit zu einem Instrument und zur Musik allgemein schaffen können.“ Das Klavier und natürlich auch die anderen Tasteninstrumente zählen zu den Harmonieinstrumenten eigenen deshalb sich als Soloinstrument genauso gut wie als Begleitinstrument und sind damit vielseitig einsetzbar. „Als Leiter des größten Fachbereiches habe ich ein engagiertes und kompetentes Team an meiner Seite, das den Schülerinnen und Schülern einen guten Einstieg in das jeweilige Instrument bietet.“ Insgesamt neun Lehrerinnen und Lehrer unterrichten Kinder ab vier Jahren.
Bei den kleineren Kindern sind die Finger oft noch zu kurz für normale Tasten. Sie lernen deshalb auf einer Melodika, einem Tasteninstrument, in das die Kinder hineinblasen müssen, um einen Ton zu erzeugen. „Darauf können wir dann aufbauen und am Ende zum Klavier oder Keyboard übergehen“, sagt Michael Ihlefeld. Seine Kollegin Alexandra Ramolla unterrichtet wie er Klavier. Sie beherrsche nicht nur Vierhändige Klavierstücke sondern habe auch bewiesen, dass Klavierspiel auch Achthändig möglich ist. „Unser Fachbereich Tasteninstrumente zeigt auf besondere Weise, wie breit wir mit der Ausbildung hier in Bad Oeynhausen aufgestellt sind“, sagt Musikschulleiterin Beate von Rüdiger. „So ist Toshie Seo eine absolute Expertin auf dem Klavier und dem Keyboard, da sie als Bandspielerin auch das Keyboard beherrscht - genauso gut wie das Klavier.“
Die eher historische Variante betreut Masako Suzuki, die auch auf Cembalo spezialisiert ist und damit Barockmusik korrekt begleiten kann. Dieses ist zum Beispiel auch in Schülerforen zu hören. „Für den Bereich des Akkordeons ist meine Stellvertreterin Beatrix Recktenwald verantwortlich“, ergänzt von Rüdiger. Das Akkordeon sei ein beliebtes und verbreitetes Tasteninstrument, das gut in geselliger Runde zum Einsatz kommt. „Es eignet sich aber auch gut für Konzerte, wie zum Beispiel der Einsatz des Akkordeon-Ensembles im Rahmen der Verleihung des Ehrenamtspreises gezeigt hat.“
Anmeldungen für den breit gefächerten Unterricht in der Musikschule sind jederzeit möglich. Fachbereichsleiter Michael Ihlefeld steht für weitere Fragen zur Verfügung (M.Ihlefeld@badoeynhausen.de).
(Text und Foto: Stadt Bad Oeynhausen)
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