Online-Magazin für Minden und Umgebung

Quereinstieg in die Jugendhilfe

Minden -

https://www.hallo-minden.de/data-minden/Archiv_Bilder/2026/202607_Juli/20260712_hallo_minden_dss_fachkrafte_quereinstieg.jpg

Der Fachkräftemangel stellt die Jugendhilfe seit Jahren vor große Herausforderungen. Gleichzeitig gibt es viele engagierte Menschen aus verwandten Berufsgruppen, die ihre Erfahrungen in die Arbeit mit jungen Menschen einbringen möchten. Mit der zertifizierten Weiterbildung „Quereinstieg in die stationäre Jugend- und Eingliederungshilfe“ (QuJu) bietet die Ev, Pflegeakademie in Minden eine praxisnahe Qualifizierung, die neue Perspektiven für Fachkräfte und Einrichtungen eröffnet. Nun konnte der erste QuJu-Kurs erfolgreich abgeschlossen werden und bestätigt mit sehr positiven Rückmeldungen der Teilnehmenden den hohen Praxisbezug und Nutzen der Weiterbildung für die Jugendhilfe.

Die Weiterbildung richtet sich an Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger aus artverwandten Berufen und vermittelt praxisnahes pädagogisches Wissen für die Arbeit mit jungen Menschen. Ein besonderer Mehrwert für die Einrichtungen: Nach den Regelungen von LWL und LVR können Teilnehmende der Qualifizierungsmaßnahme bereits mit ihrer Anmeldung (vorbehaltlich der jeweiligen Voraussetzungen und Zustimmung der zuständigen Aufsicht) im Personalschlüssel berücksichtigt werden. So erhalten Einrichtungen frühzeitig Unterstützung durch zusätzliche Mitarbeitende, die ihre Qualifizierung berufsbegleitend absolvieren und ihre neuen Kenntnisse direkt in die Praxis einbringen.

Wie erfolgreich das Konzept ist, zeigt die aktuelle Evaluation der Weiterbildung. Die Teilnehmenden berichten von deutlichen Lernfortschritten in den Bereichen Kommunikation, Beziehungsarbeit, Reflexion und ressourcenorientiertes Arbeiten. Besonders intensiv beschäftigten sie sich mit den unterschiedlichen Lebenswelten junger Menschen, der Biografiearbeit sowie einer professionellen pädagogischen Haltung.
„Die wichtigste Erkenntnis ist, die Individualität jedes einzelnen jungen Menschen besser zu verstehen und darauf aufbauend unterstützend zu handeln“, fasste eine Teilnehmerin ihre Erfahrungen zusammen.
Ein weiterer Schwerpunkt der Weiterbildung liegt auf der personenzentrierten Arbeit. Die Teilnehmenden lernten, Beziehungen bewusst aufzubauen und als Grundlage erfolgreicher pädagogischer Arbeit zu nutzen. Ein Satz aus der Evaluation bringt dies auf den Punkt: „Erfolgreiche pädagogische Arbeit beginnt mit dem Aufbau von Beziehungen.“

Darüber hinaus stärkte der Kurs die Fähigkeit zur Selbstreflexion und zum professionellen Umgang mit herausfordernden Situationen. Mehrere Teilnehmende hoben hervor, künftig noch stärker präventiv und deeskalierend handeln zu wollen. Aktives Zuhören, wertschätzende Gesprächsführung und ein lösungsorientierter Umgang mit Konflikten wurden als zentrale Werkzeuge für den Alltag in der Jugendhilfe beschrieben.

Besonders geschätzt wurde der hohe Praxisbezug der Weiterbildung. Fallbeispiele, Übungen und der Austausch über reale berufliche Situationen ermöglichten es den Teilnehmenden, das Gelernte unmittelbar auf ihre tägliche Arbeit zu übertragen. Dies kommt nicht nur den jungen Menschen zugute, sondern auch den Teams in den Einrichtungen. Eine reflektierte Arbeitsweise, klare Kommunikation und zusätzliche pädagogische Kompetenzen schaffen Freiräume und erhöhen die Qualität der Betreuung.
Auch die Präsenzform der Weiterbildung wurde durchweg positiv bewertet. Der direkte Austausch mit Referentinnen, Referenten und Kolleginnen und Kollegen aus anderen Einrichtungen wurde als „sehr bereichernd“ beschrieben und trug wesentlich zum Lernerfolg bei.

Das Abschlussfazit der Teilnehmenden fällt eindeutig aus: Die Weiterbildung wird uneingeschränkt weiterempfohlen. Besonders hervorgehoben werden die gelungene Verbindung von Theorie und Praxis, die unmittelbare Anwendbarkeit der Inhalte sowie die persönliche Weiterentwicklung während des Kurses.

Für die Ev. Pflegeakademie bestätigt die Evaluation den Erfolg des Weiterbildungskonzepts. Die QuJu-Weiterbildung leistet einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung in der Jugend- und Eingliederungshilfe und unterstützt Einrichtungen dabei, qualifiziertes Personal schnell und nachhaltig in die pädagogische Arbeit zu integrieren.

Oder wie es eine Teilnehmerin treffend formulierte: „Die Mischung aus Theorie und Praxis macht den Unterschied.“ Ein Unterschied, von dem Fachkräfte, Einrichtungen und vor allem die jungen Menschen gleichermaßen profitieren.

Quelle und Foto: Diakonie Stiftung Salem gemeinnützige GmbH 



Das ist auch interessant:

Sommerleseclub – den Sommer gemeinsam erlesen

Erster Unternehmerpreis geht an Patrick Jacob

Hier wird geblitzt

Aktuelle Verkehrsmeldungen

Anzeige

Eigenanzeige-HaMi-2020-55cent-848x457