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Ravels Leichtigkeit und ungarische Folklore

Bad Oeynhausen -

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Die amerikanische Pianistin Claire Huangci begann ihre Karriere im Alter von neun Jahren mit Konzertauftritten und Wettbewerbserfolgen. Foto: Mateusz Zahora

Von leicht bis schmissig: Es ist beschwingende musikalische Kost, welche die Nordwestdeutsche Philharmonie im Gepäck hat, wenn sie zu ihrem dritten Sinfoniekonzert der Saison am Sonntag, 23. Februar, um 17 Uhr im Theater im Park auftritt. Auf dem Programm stehen zwei Klavierkonzerte von Maurice Ravel, das „Concert Românesc“ von György Ligeti und die „Tänze aus Galanta“ von Zoltán Kodály. Als Solistin tritt die amerikanische Pianistin Claire Huangci auf, die Leitung hat Simon Gaudenz inne, Generalmusikdirektor der Jenaer Philharmonie. Um 16 Uhr findet eine Konzerteinführung statt.

Im Mittelpunkt des Konzerts werden zwei großartige, zeitgleich geschriebene Klavierkonzerte von Maurice Ravel stehen. Beiden Werken gemein ist, dass sich der französische Komponist durch den Jazz inspirieren ließ. Das Konzert in G-Dur wird relativ oft gespielt, das in D-Dur eher selten. Das populäre G-Dur-Werk ist nach Aussage des Komponisten leicht und brillant und im Geist von Wolfgang Amadeus Mozart und Camille Saint-Saens verfasst. Ein Klavierkonzert solle über nicht allzu viel Tiefe verfügen, so die erstaunliche Meinung Ravels. Der spielerische Impuls der Komposition hat dem Stück jedenfalls große Beliebtheit beschert. Das Klavierkonzert D-Dur (für die linke Hand), ebenfalls ein Geniestreich, schrieb Ravel für den einarmigen Pianisten Paul Wittgenstein. Dieser hatte im Ersten Weltkrieg seinen rechten Arm verloren.

Die Ravel-Konzerte werden gerahmt vom „Concert Romanesc“ des ungarischen Komponisten György Ligeti, einem Frühwerk des Komponisten, in dem dieser eine völlig traditionelle musikalische Haltung an den Tag legt, und den „Tänzen aus Galanta“ des ebenfalls aus Ungarn stammenden Zoltan Kodaly. Hier geht es, ebenso wie bei Ligeti, folkloristisch zu. Schmissige Tanzrhythmen bestimmen das musikalische Geschehen. Ein mitreißendes Stück Musik.

Die amerikanische Pianistin Claire Huangci begann ihre Karriere im Alter von neun Jahren mit Konzertauftritten und Wettbewerbserfolgen. Sie zeichnet sich durch Virtuosität und Entdeckergeist aus. Mit einem ungewöhnlich breiten Repertoire – von Bach und Scarlatti über die deutsche und russische Romantik bis hin zu Bernstein, Gulda, Gershwin oder Corigliano – beweist sie ihre Vielseitigkeit und Wandlungsfähigkeit.

Simon Gaudenz, seit 2018 Generalmusikdirektor der Jenaer Philharmonie, prägt maßgeblich das Musikleben der Stadt Jena. Und als international gefragter Gastdirigent hat er mit zahlreichen renommierten Klangkörpern gearbeitet, darunter das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, das Orchestre National de France, das Tonhalle-Orchester Zürich, die Russische Nationalphilharmonie, und das Oslo Philharmonic. Gaudenz ist ein gern gesehener Gast bei internationalen Festivals wie dem Schleswig-Holstein Musik Festival, den Berliner Festwochen, den Bachwochen Thüringen und anderen.

Die Tickets können online gebucht werden unter staatsbad-oeynhausen.de oder sind in der Tourist Information (Tel. 05731/1300, geöffnet montags bis freitags von 9 - 17 Uhr, samstags von 10 - 15 Uhr und sonntags von 13 – 17 Uhr) sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich. Die Abendkasse ist ab einer Stunde vor Veranstaltungsbeginn geöffnet. Weitere Informationen finden sich unter www.staatsbad-oeynhausen.de.

Quelle: Staatsbad Bad Oeynhausen GmbH

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