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So kommt die Glasfaser in Ihre Straße und Ihr Zuhause

Minden-Lübbecke -

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Foto: GREENFIBER

Der Ausbau moderner Glasfasernetze ist ein zentraler Baustein für die digitale Zukunft. GREENFIBER setzt dabei auf eine Kombination innovativer und bewährter Verlegemethoden, um den Ausbau effizient, nachhaltig und möglichst schonend für Umwelt und Infrastruktur umzusetzen.

Individuelle Bauverfahren je nach Gegebenheit

Je nach örtlichen Gegebenheiten kommen unterschiedliche Bauverfahren zum Einsatz, die gezielt ausgewählt und kombiniert werden. Bei Spül- und Felsbohrungen etwa wird die Trasse unterirdisch hergestellt, ohne die Oberfläche großflächig zu öffnen. Dieses Verfahren eignet sich besonders bei Hindernissen wie Straßen, Bahntrassen, Gewässern oder felsigem Untergrund. Der große Vorteil liegt in der minimalen Beeinträchtigung von Verkehr und Umgebung – allerdings ist insbesondere die Felsbohrung technisch anspruchsvoll und kostenintensiv und kann über Hundert Euro pro Meter betragen.

Eine weitere wichtige Methode ist das gesteuerte Bodenverdrängungsverfahren. Hierbei wird der Boden gezielt zur Seite verdrängt, um unterirdisch Leerrohre einzubringen. Dadurch bleibt die Oberfläche weitgehend unberührt, was das Verfahren besonders schnell und effizient macht. Auf längeren, unbefestigten Strecken – etwa über Felder oder Grünflächen – kommt häufig das Pflugverfahren zum Einsatz. Dabei zieht ein spezieller Verlegepflug die Rohre direkt in den Boden ein. Diese Methode ermöglicht einen sehr schnellen Baufortschritt bei gleichzeitig geringem Eingriff in die Natur.

Bewährte Methoden bleiben wichtig

Im Überlandbereich wird häufig das Fräsverfahren eingesetzt, ähnlich wie das Pflugverfahren. Voraussetzung für den Einsatz ist, dass der betreffende Bereich frei von Fremdleitungen ist. Dabei wird ein schmaler Schlitz in den Boden gefräst, in den die Leerrohre eingelegt werden. Dieses Verfahren ermöglicht eine zügige und vergleichsweise kosteneffiziente Verlegung auf längeren Strecken. Im innerstädtischen Bereich hingegen bleibt die klassische offene Bauweise ein wichtiger Bestandteil des Glasfaserausbaus: Durch das gezielte Öffnen von Gräben bietet sie maximale Flexibilität, insbesondere bei komplexen Leitungsführungen oder beengten Platzverhältnissen.

„Der Schlüssel zu einem erfolgreichen Glasfaserausbau liegt in der intelligenten Kombination verschiedener Verlegemethoden. So können wir individuell auf die Gegebenheiten vor Ort reagieren und gleichzeitig effizient sowie ressourcenschonend arbeiten“, erklärt Merlin Krabbe, Geschäftsführer des Planungsbüros LAN Consult Hamburg.

Grundsätzlich verfolgt GREENFIBER das Ziel, den Ausbau so minimalinvasiv wie möglich zu gestalten. Wo immer es technisch machbar ist, werden vorhandene Rohrsysteme genutzt, um Leerrohre einzuziehen. Auf diese Weise lassen sich Bauaufwand, Kosten und Belastungen für Anwohner deutlich reduzieren. „Durch den Einsatz moderner Verfahren und die Nutzung vorhandener Infrastruktur können wir Bauzeiten verkürzen und die Belastung für Anwohner deutlich reduzieren“, so Krabbe.

Vom Tiefbau bis zum Anschluss

Sobald die Leerrohre verlegt sind, erfolgt das sogenannte Einblasen der Glasfaser. Dabei werden die empfindlichen Glasfaserkabel mit Hilfe von Luftdruck in die vorbereiteten Rohre eingebracht – ein besonders schonendes und präzises Verfahren. Parallel werden an den beauftragten Adressen die Hausanschlüsse hergestellt. Sobald die Strecke bis zum Netzknoten vollständig verbunden ist und die aktive Technik installiert wurde, können die Kunden ihren Anschluss nutzen.

Quelle: GREENFIBER Internet & Dienste GmbH 

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