Solarenergie: Energieberatung für Privathaushalte
Bad Oeynhausen -

Mit Hilfe der Sonne lassen sich jedes Jahr erhebliche Energiekosten einsparen. Dafür stehen zwei Technologien zur Verfügung: 1. Solarwärme- und 2. Solarstromanlagen. „Beides ist grundsätzlich zu empfehlen“, sagt Andreas Witt, Klimaschutzmanager der Stadt Bad Oeynhausen: „Jedoch sollte für jedes Gebäude im Detail geprüft werden, was sich mehr lohnt und welche Anforderungen bzw. Wünsche die Bewohner haben.“
Sich bei diesem Thema unabhängig beraten zu lassen, sei auf jeden Fall sinnvoll, so Witt. Möglich ist dies auch bei der monatlichen Energieberatung, die von der Verbraucherzentrale in Kooperation mit der Stadt Bad Oeynhausen angeboten wird. Dank einer Bundesförderung kostet diese nur 7,50 Euro für 45 Minuten. Die nächsten Termine stehen am 1. Februar und am 1. März zwischen 14 und 17:45 Uhr zur Verfügung. Sie können bei der Koordinierungsstelle Klimaschutz der Stadt unter der Telefonnummer 14-2527 vereinbart werden.
Eine Möglichkeit bei der Beratung ist es, Kostenvoranschläge für Solaranlagen mitzubringen und diese mit der Energieberaterin durchzugehen. So gewinnt man mehr Klarheit über die Qualität des jeweiligen Angebotes.
Die Frage, welche oder ob beide Formen der Solarenergie an einem Gebäude genutzt werden könnten, sei durchaus komplex, erklärt Witt: „So werden Solarstromanlagen über eine Einspeisevergütung und Solarwärmeanlagen über direkte Zuschüsse von Bund und Land gefördert.“
Während es bei der Wärme immer schon um Eigenversorgung gegangen sei, werde dies auch beim Strom immer mehr zum Thema. Solarstrom vom eigenen Dach kann den Bezug von Strom vom Energieversorger aus dem Stromnetz teilweise ersetzen. „Der Strom von der Solarstromanlage kostet weniger als die Hälfte des Netzstroms“, so Witt.
Es kommt aber auch darauf an, wann man den Strom nutzen möchte. „Wenn ich tagsüber kaum zu Hause bin, verbrauche ich in dieser Zeit natürlich weniger Strom“, sagt Witt. Ohne Stromspeicher wird dann der größte Teil des Solarstroms gegen Bezahlung an die Energieversorger geliefert.
Solarwärme wird dagegen immer im eigenen Haus genutzt. Diese Anlagen sind auch immer mit einem vergleichsweise kostengünstigen Wärmespeicher verbunden, der die Solarenergie über längere Zeiträume speichern könne, erklärt Witt. Bei mit Warmwasser und Heizung gekoppelten Solarwärmeanlagen sei es gut möglich, 20 bis 30 Prozent der Brennstoffe wie Öl und Gas einzusparen.
Zwischen Solarwärme- und Solarstromanlagen seien vielfältige Kombinationen denkbar, betont Witt: „Und natürlich lassen sich beide Formen der Solartechnik auf einem Dach installieren, um die jeweiligen Vorteile der Technologien auszuschöpfen.“ Bei einer solchen Investition sollte man sich aber auf jeden Fall unabhängig beraten und zudem den energetischen Zustand des Gebäudes prüfen lassen. Auch dafür gebe es Fördermittel.
(Text: Stadt Bad Oeynhausen, Foto: Archiv)
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