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Starthilfe für Fachkräfte: Das KIM im Kreis Minden-Lübbecke

Minden-Lübbecke -

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Ute Hildebrandt mit Seyit Sungur im Flur des Amtes für Gleichstellung und Integration. Foto: D. Selle/Kreis Minden-Lübbecke

Das Vorstellungsgespräch führte Seyit Sungur per Zoom von der Türkei aus mit einer Bad Oeynhausener Firma in der Möbelindustrie. Das Unternehmen suchte Fachkräfte, er war eine dieser Fachkräfte – nur trennten sie gut 2.000 Kilometer und Landesgrenzen. Dass der 39Jährige heute in der Firma arbeitet und hier sein Leben aufbaut, hat er auch der Hilfe eines Angebots des Kommunalen Integrationsmanagements (KIM) im Kreis Minden-Lübbecke zu verdanken: der Fachkräftesicherungsbegleitung.

Im Kreis Minden-Lübbecke gibt es aktuell vier Fachkräftesicherungsbegleitende. Sie unterstützen Fachkräfte, die aus dem Ausland nach Deutschland kommen wollen, und die Unternehmen vor Ort, die dringend Fachkräfte suchen. Sie sind in allen relevanten Themen geschult, die in solchen Fällen aufkommen. Dazu gehören Fragen zum Aufenthaltstitel, Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse und ganz praktische Dingen wie Steuernummer und Krankenversicherung. Oft schon vom Heimatland der Bewerberinnen und Bewerber aus, beginnt für sie die Arbeit. Wird die Ausbildung der ausländischen Fachkräfte in Deutschland anerkannt? Was für Unterlagen und Abschlüsse sind noch erforderlich? Hierbei steht den ausländischen Fachkräften und den Unternehmen bei uns in der Region neben den Beratenden auch das Team des Kommunalen Integrationsmanagements zur Seite. Beide arbeiten eng zusammen, um den bestmöglichen Start in Deutschland zu ermöglichen. 

Die Idee hatte die MOZAIK gGmbH aus Bielefeld, die das Programm gemeinsam mit dem Kommunalen Integrationsmanagements für Minden-Lübbecke umsetzt und zum Beispiel auch die Schulungen übernommen hat. 

„Während die Fachkräftesicherungsbegleiter zum Beispiel mit den Fachkräften nach einer Wohnung suchen, kümmern wir uns um den behördlichen Teil - zum Beispiel im Kontakt mit der Ausländerbehörde – oder suchen nach passenden Sprach- und Integrationskursen“, erklärt Ute Hildebrandt als Leiterin des zuständigen Amtes für Gleichstellung und Integration des Kreises Minden-Lübbecke. Dort ist das Landesprogramm Kommunales Integrationsmanagement als Umsetzung von Integration als Querschnittsaufgabe verortet. „Wir möchten die Teilhabechancen von Menschen mit Einwanderungsgeschichte weiter verbessern, integrationspolitische Akteure weiter vernetzen und staatliche Institutionen und Strukturen öffnen“, ergänzt Hildebrandt.

„Es gibt immer mehr Menschen, die nach Deutschland kommen wollen, um hier als Fachkraft zu arbeiten. Wir möchten sie gut unterstützen, damit sie gerne im Kreis Minden-Lübbecke leben und auch bleiben wollen“, sagt Korinna Möller aus dem Team des KIM. Auch sie hat den Weg von Seyit Sungur - seit er in Deutschland ist – begleitet und freut sich über die erfolgreiche Vermittlung. Unternehmen, die sich über das Angebot informieren möchten, melden sich gerne unter kim@minden-luebbecke.de oder 0571/80721721

Quelle: Kreis Minden-Lübbecke

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