Online-Magazin für Minden und Umgebung

Zum Start des Ausbildungsjahrs noch 722 freie Plätze

Minden-Lübbecke -

Technik hinterm Essen. Azubis in der Lebensmittelindustrie sind längst am 3D-Drucker aktiv. Die Gewerkschaft NGG weist auf freie Ausbildungsplätze in der Branche hin.

Technik hinterm Essen. Azubis in der Lebensmittelindustrie sind längst am 3D-Drucker aktiv. Die Gewerkschaft NGG weist auf freie Ausbildungsplätze in der Branche hin.

Azubis gesucht: Zum Start des neuen Ausbildungsjahres gibt es im Kreis Minden-Lübbecke aktuell 722 freie Ausbildungsplätze. Damit sind noch 30 Prozent aller gemeldeten Lehrstellen unbesetzt. Das teilt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten mit.

Die NGG Bünde-Lübbecke-Minden beruft sich dabei auf neueste Zahlen der Bundesagentur für Arbeit. Gewerkschafterin Gaby Böhm appelliert an Schulabgänger, sich auch in der Ernährungsbranche umzusehen: „Vom Süßwarentechnologen bis zur Chemielaborantin – die Lebensmittelindustrie bietet hochtechnische Berufe bei überdurchschnittlicher Bezahlung.

Im Kreis Minden-Lübbecke haben Firmen jetzt noch 34 freie Plätze für künftige Experten rund ums Essen und Trinken zu vergeben.“ Die Ernährungsindustrie ist der viertgrößte Industriezweig in Deutschland – und mit 1.800 Beschäftigten allein im Kreis Minden-Lübbecke ein „wichtiger Wirtschaftsfaktor in der Region“, so Böhm. Nach Einschätzung der NGG-Geschäftsführerin dürften gelernte Fachleute künftig kaum Probleme haben, hier eine passende Stelle zu finden. „Gefragt ist insbesondere die Fachkraft für Lebensmitteltechnik. Wer das lernt, hat nach der Ausbildung einen soliden Titel in der Hand. Je nach Betrieb können Gesellen eine Spezialisierung etwa für Getränke, Brot- oder Tiefkühlwaren draufsatteln und es bis zum Industriemeister bringen“, erklärt Böhm. Aber Lebensmitteltechniker seien nicht nur „Experten für Brause, Backfisch oder Bonbons“. Die Digitalisierung schreite in ihrem Berufsfeld so schnell voran wie in kaum einer anderen Branche. „Künstliche Intelligenz ist in der Ernährungsindustrie längst angekommen und steuert zum Beispiel Abläufe in der Lagerlogistik. Das macht die Jobs nicht nur für Mechatroniker und Computerspezialisten interessant. Die neuen Technologien bieten ganz neue Möglichkeiten – vom Ausprobieren neuer Rezepte bis hin zur App-basierten Kommunikation mit dem Verbraucher“, so Gaby Böhm.

Weitere Infos rund um Berufe in der Ernährungsindustrie und offene Ausbildungsplätze vor Ort gibt es auf der „Azubi-Börse“ der Arbeitsagentur: www.berufenet.arbeitsagentur.de.

(Text und Foto: NGG)

Das ist auch interessant:

Wohnwagendiebe flüchten vor Polizei - Verfolgungsjagd endet im Moor

Zeit mal wieder das Tanzbein zu schwingen - 3 Tipps zum Wochenende

'Wagnis. Wagner' – Portrait-Shooting mit Musik

Balkonbrand weitet sich auf Dach aus

Haarpoint MindenAnzeige