'Erinnern für die Zukunft'
Minden-Lübbecke -

Von links sind zu sehen: Thomas Lange (KZ-Gedenk und Dokumentationsstätte Porta Westfalica, Ute Hildebrandt (Leitung Amt für Gleichstellung und Integration), Daniel Marchand (Stätte der Begegnung Vlotho), Martina Schuch (WDR) und Anna Berlit-Schwigon (Amt für Gleichstellung und Integration). Foto: Kreis Minden-Lübbecke/Jens Kristen
„Erinnern für die Zukunft“ – das Landeskonzept des Schulministeriums NRW beschreibt sehr treffend das Ziel des Fachtages, das die beiden Schwerpunkte regional und digital zusätzlich in den Fokus nahm. Das Themenfeld Erinnerungskultur ist fest in den Lehrplänen der Schulen verankert. Um Lehrkräften, aber auch anderen Interessierten die Möglichkeit zu bieten, sich fachlich in diese Richtung weiter zu bilden sowie Best Practice Beispiele aus der Region kennen zu lernen, fand die Veranstaltung mit 35 Teilnehmenden am 21.05.2026 im Kreishaus statt.
Den Auftaktvortrag hielt Thomas Lange von der KZ-Gedenk- und Dokumentationsstätte Porta Westfalica. Untermauert durch eindrucksvolle Bilder erläuterte er die vielfältigen Möglichkeiten, aber auch die großen Gefahren, die sich bei der Verwendung von Künstlicher Intelligenz im Rahmen der Erinnerungskultur ergeben. Beim anschließenden Markt der Möglichkeiten gab es dann einen regen Austausch zwischen den Teilnehmenden und des wurde fleißig „genetzwerkt“. Vor Ort waren die AG „Jüdischer Friedhof“ der Gesamtschule Porta Westfalica (Carlo Pultke, Tim Jacobi), der Arbeitskreis Stolpersteine Minden (Gertraut Strohm-Katzer) und die Alte Synagoge Petershagen (Cord Rüther, Mira Witt). Danach ging es in die beiden Workshops. Diese boten eine fachlich-fundierte Auseinandersetzung mit der vom WDR entwickelten App Stolpersteine (Martina Schuch, WDR) sowie der Frage, wie man Erinnerungskultur altersgerecht und medial im Unterricht methodisch-didaktisch gestalten kann (Daniel Marchand, Stätte der Begegnung in Vlotho). Dabei stand immer die Frage im Raum, wie man diese Angebote im schulischen Kontext ganz konkret und zielführend einsetzen kann. Zahlreiche anschauliche Beispiele und lebhafte Diskussionen zum Thema prägten die Workshops.
Amtsleiterin Ute Hildebrandt hatte zu Beginn der Veranstaltung im Rahmen ihres Grußwortes die Relevanz des Themas betont und auch den Anspruch, dass am Ende die Teilnehmenden konkrete Impulse und Ideen für die Arbeit mit den Schüler*innen mitnehmen. Genau das dürfte der Fall gewesen sein, als der Fachtag gegen 17:00 Uhr zu Ende ging. Das digital übermittelte Feedback zeigte eine breite Zufriedenheit mit der Ausgestaltung der Veranstaltung, die in dieser Form sicher nicht das letzte Mal stattgefunden hat.
Quelle: Kreis Minden-Lübbecke
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