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Kleine Stachelträger, große Wirkung: Warum Igel wichtig sind

Minden-Lübbecke -

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Sie sind niedlich, faszinierend und echte Sympathieträger: Igel gehören zu den beliebtesten Wildtieren Deutschlands. Mit ihrem Stachelkleid und ihrer nächtlichen Lebensweise sind sie feste Bestandteile unserer heimischen Natur – auch wenn man sie nur selten zu Gesicht bekommt. Dabei leisten sie einen wichtigen Beitrag zum ökologischen Gleichgewicht in Gärten und Grünflächen.

Für die Tiere wird es jedoch zunehmend schwieriger, geeignete Lebensräume zu finden. Versiegelte Flächen, stark gepflegte Gärten und der Rückgang natürlicher Strukturen setzen ihnen zu. Umso wichtiger ist es, dass private Gärten wieder mehr naturnahe Rückzugsräume bieten.

Schon kleine Veränderungen können einen Unterschied machen. Eine Mischung aus heimischen Sträuchern, Hecken und Wildblumen schafft Schutzräume und fördert zugleich die Insektenvielfalt – die wichtigste Nahrungsgrundlage der Igel. Auch unaufgeräumte Ecken im Garten sind wertvoll: Laub, Reisig und Totholz werden schnell zu sicheren Verstecken und Ruheplätzen.

Wer seinen Garten igelfreundlich gestalten möchte, sollte zudem auf den Einsatz von Pestiziden verzichten und auf eine möglichst schonende Pflege achten.

Wichtig ist außerdem ein bewusster Umgang mit Technik und Gartenarbeit. Mähroboter sollten in der Dämmerung und nachts nicht eingesetzt werden, da Igel in dieser Zeit aktiv sind und so schwere Verletzungen durch Kollision vermieden werden können. Kleine Durchgänge in Zäunen helfen den Tieren zusätzlich, sich frei zwischen verschiedenen Lebensräumen zu bewegen. Das ist schnell gemacht: zwei senkrechte Streben eines herkömmlichen Stabgittermattenzaunes ca. 13 cm über dem Boden abtrennen, scharfe Kanten schleifen und ggf. mit Schutzlack behandeln. 

Wer einen verletzten oder geschwächten Igel findet, sollte sich an eine fachkundige Stelle wenden, anstatt selbst zu handeln. In unserer Region bietet die Igelhilfe Herford-OWL ganzjährig Unterstützung und Beratung an (www.igelhilfe-herford.de).

Am Ende gilt: Jeder naturnahe Garten trägt dazu bei, den Igeln wieder mehr Lebensraum zu geben. Für die Tiere bedeutet das Schutz und Nahrung – und für Gartenbesitzer die Möglichkeit, diese besonderen Gartenbewohner weiterhin zu beobachten.

Quelle: Kreis Minden.Lübbecke, Symbolfoto: Archiv

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