Pluspunkt in der Kulturarbeit: Kon Takt hat Rhythmus im Blut
Minden -

Neun Schulen, rund 100 Schülerinnen und Schüler, sieben Tanzpädagogen, drei Musiker*innen und 16 betreuende Lehrer*innen, zwei Aufführungen und rund 800 Zuschauer*innen – das sind beeindruckende Zahlen, die deutlich machen, dass das Projekt Community Dance ein großes Plus für die vielseitige Mindener Kulturlandschaft ist. Bereits zum neunten Mal brachte das Team eine beeindruckende Show auf die Bühne. Die Vorstellungen in der Aula der Freien Walddorfschule waren an beiden Abenden nahezu ausverkauft.
In diesem Jahr stand die Präsentation unter dem Motto „Kon Takt“. Kontakt steht zum einen für die Aktion, in die die jungen Tänzer*innen getreten sind, Kontakt steht aber auch für das spanische con Tact = mit Takt. Der erste Kontakt mit den Tänzerinnen und Tänzern und dem Publikum stellte der Prolog her. Hier standen alle Schüler*innen gemeinsam auf der Bühne. Von da aus entwickelten sich insgesamt acht unterschiedliche Szenen. Dabei stellte jede der beteiligten Schulen ein anderes Thema vor. Beispielsweise zeigte das Besselgymnasium einen Besuch aus dem All, die Käthe-Kollwitz-Realschule präsentierte eine Szene im Hinterhof, mit dem Ratsgymnasium ging es in die Großküche und an den Strand nahm die Kuhlenkampschule die Zuschauer*innen mit. Zum Epilog waren wieder alle Beteiligten auf der Bühne zu sehen.
Das Besondere der diesjährigen Aufführungen war das offene und vielschichtige Konzept. Aus Alltagsgegenständen wurden Trommeln, der eigene Körper wurde zum Instrument und verbunden hat diese Elemente der Gesang. Vorausgegangen waren verschiede Body Percussion Workshops. Hier entstanden bereits erste Ideen. Auf der Bühne wurden Szenen mit Alltagsgegenständen gezeigt. Zum Einsatz kamen unter anderem ein Fahrrad, Plastikrohre, Müll- und Wassereimer und auch Schüsseln und Küchentabletts. „Jede Gruppe hat sich einen eigenen Rhythmus ausgesucht und Benjamin Sazewa baute in seinem Tonstudio die passende Musik dazu“, weiß Ulrike Faber-Hermann, vom Kulturbüro der Stadt Minden und Projektverantwortliche. Untermalt wurden die einzelnen Auftritte von Livemusik. Die Profi-Sängerin Laura Suad stand mit auf der Bühne und sang die meist selbst komponierten beziehungsweise interpretierten Musikstücke. Ebenfalls bei vielen Szenen zu sehen und zu hören war Live-Trommelmusik des Mindener Künstlers Alois Moyo.
So entstand im gemeinsamen Tun - und das nicht nur auf der Bühne, sondern auch im Probenraum und in den Garderoben - das Tanzstück, an dessen erfolgreicher Aufführung alle - Tanzende, Künstlerinnen und Künstler und nicht zuletzt das Team aus betreuenden Lehrerinnen und Lehrern - ihren Anteil haben: Community Dance eben. Unterstützt wurde der künstlerische Leiter Miguel-Angel Zarmeno bei der choreografischen Umsetzung von Christa Amshoff, Nadeshda Galeev Valentina Knappe, Elke Moormann und Petra Nottmeier. Beteiligt waren das Besselgymnasium, die Freie Waldorfschule, die Freiherr-von-Vincke-Realschule, die Käthe-Kollwitz-Schule, die Kuhlenkampschule, die Primus-Schule, das Ratsgymnasium und die Wichernschule (alle Minden) sowie die Luther-Schule (Porta Westfalica). Gefördert wird das Projekt vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW sowie von der Sparkasse Minden-Lübbecke.
(Text und Foto: Stadt Minden/Pressestelle)
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