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Mehr Strom vom eigenen Dach

Bad Oeynhausen -

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Energieberatung für Privathaushalte am 30. November

Solarstrom ist bereits deutlich billiger als Strom aus der Steckdose. Während die Energieversorger etwa 22 bis zu 29 Cent pro Kilowattstunde verlangen, lässt sich Strom mit einer neuen Photovoltaikanlage schon für 10 Cent oder sogar weniger produzieren.

„Allerdings kann meist nicht der gesamte selbst produzierte Strom im eigenen Haus genutzt werden“, sagt Andreas Witt, Klimaschutzmanager der Stadt Bad Oeynhausen: „Energieerzeugung und –verbrauch passen nur in seltenen Fällen ideal zueinander.“ Deutlich erhöht werden könne der Eigenverbrauch nur, wenn man sich zum Beispiel beim Wäschewaschen bewusst auf die Sonne einstelle oder einen Stromspeicher nutze. Deren Kosten seien in den vergangenen Jahren sehr deutlich gesunken, so Witt. Noch werde die Kostengleichheit zum Netzstrom aber nur in seltenen Fällen erreicht.

Wer sich über Möglichkeiten zur eigenen Stromerzeugung mit oder ohne Speicher informieren will, hat dazu auch bei der Energieberatung der Verbraucherzentrale in Kooperation mit der Stadt Bad Oeynhausen Gelegenheit. Die nächsten jeweils 45-minütigen Termine gibt es am 30. November in der Stadtbücherei. Dank einer Förderung durch den Bund kostet die Energieberatung rund ums Haus nur 7,50 Euro. Mit der Koordinierungsstelle Klimaschutz der Stadt Bad Oeynhausen lassen sich unter der Nummer 05731 14-2527 Termine vereinbaren.

Solarstromanlagen können auch ohne Speicher sinnvoll sein, erklärt Witt: „Sie liefern über viele Jahre hinweg Strom zu gut berechenbaren Kosten – sozusagen mit 20 Jahren Preisgarantie.“ In unserer Region sei je Kilowatt Leistung mit einem Stromertrag von 800 bis 1000 Kilowattstunden zu rechnen. An Fläche würden für 1 Kilowatt Leistung auf dem Dach etwa 6 bis 10 Quadratmeter benötigt. Um den Gesamtstromverbrauch eines Durchschnittshaushaltes mit etwa 3500 Kilowattstunden übers Jahr zu decken, würde eine Anlage mit rund 4 Kilowatt Leistung benötigt.

„Wer mit dem Gedanken spielt, sich ein Elektroauto anzuschaffen, sollte sich auch Angebote für eine größere Anlage einholen“, rät Witt. Bei einer Anlagengröße bis 10 Kilowatt sei es derzeit auch noch sehr einfach, sie zu betreiben und den Überschussstrom abzugeben. Der werde dank des Erneuerbare-Energien-Gesetzes vom Netzbetreiber mit einer festen Einspeisevergütung von momentan 12,2 Cent pro Kilowattstunde bezahlt. Und diese Vergütung werde dem Betreiber einer Solarstromanlagen über 20 Jahre sogar gesetzlich garantiert. Daher sei ein Stromspeicher derzeit noch verzichtbar, erklärt Witt: „Bei der Installation einer Photovoltaikanlage sollte allerdings darauf geachtet werden, dass ein Speicher leicht nachrüstbar ist.“ Und bei der individuellen Planung sollte zudem berücksichtigt werden, dass von Bund und Land Fördermittel für Stromspeicher verfügbar seien.

(Text: Stadt Bad Oeynhausen, Foto: Archiv)

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